DFB-Tross auf dem Weg nach Südafrika: Jungfernflug zum vierten Titel
zuletzt aktualisiert: 06.06.2010 - 21:22Frankfurt/Main (RPO). Mit dem größten Passagierflugzeug der Welt, riesigem Selbstvertrauen und großen Hoffnungen startet das deutsche Nationalteam ihre Mission "4. Stern". Nach einem Kurzurlaub hob der dreimalige Welt- und Europameister am Sonntag um 20.30 Uhr mit dem neuen Airbus A380 von Frankfurt am Main in Richtung Johannesburg ab.
Bei der Weltmeisterschaft in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) soll nach dem Halbfinal-Aus bei der WM im eigenen Land vor vier Jahren endlich der vierte Titel für Deutschland nach 1954, 1974 und 1990 geholt werden.
Die vielen Verletzungsausfälle und auch die Tatsache, dass der Vizeeuropameister mit dem jüngsten Kader seit 76 Jahren in ein großes Turnier geht, haben die Zuversicht bei Bundestrainer Joachim Löw und seinen Spielern vor dem Sonderflug LH 2010 nicht geschmälert. "Ich hatte vor der WM 2006 ein gutes Gefühl und habe jetzt ein noch besseres Gefühl", sagte der neue Kapitän Philipp Lahm.
Und auch Löw stieg nach der gelungenen Generalprobe gegen Bosnien-Herzegowina (3:1) trotz des Ausfalls von Michael Ballack "mit einem guten Gefühl und ganz, ganz viel Optimismus" in den Riesen-Jumbo. "Die jungen Spieler wollen nach den vielen Ausfällen ihre Chance ergreifen", sagte Löw vor dem Abflug dem SID: "Sie haben ein riesiges Potenzial und wollen es zeigen. Sie haben die Rückschläge mit sehr viel Moral weggesteckt. Von daher bin ich zuversichtlich."
In Frankfurt, wo sich die DFB-Auswahl am Sonntagnachmittag nach zwei freien Tagen traf, wurde die Nationalmannschaft am Flughafen mit einer großen Feier und afrikanischen Rhythmen verabschiedet. "Ich bin froh, dass es jetzt endlich losgeht. Drei Wochen Vorbereitung waren gut, aber das war auch die Grenze", sagte Löw und fügte an: "Ich bin froh, dass sich seit Donnerstagabend keiner mehr verletzt hat."
Um 7.10 Uhr am Montagmorgen sollte der A380 in Johannesburg landen. Anschließend ging es für die deutsche Elf weiter ins Teamhotel Velmore Grande in der Nähe von Pretoria. Dort ist alles für die Nationalmannschaftet bereitet, nachdem es wochenlange Diskussionen um das noble DFB-Quartier gegeben hatte. Inzwischen gibt es aber eine Betriebserlaubnis für das Fünf-Sterne-Haus, das Löw und Co. in den kommenden Wochen den roten Teppich ausrollen wird.
Bis zum ersten Vorrundenspiel am 13. Juni in Durban gegen Australien wartet auf die DFB-Stars im Training "noch einige Tage harte Arbeit", wie Löw ankündigte: "Wir müssen noch an einigen Kleinigkeiten arbeiten. Aber auch das wird uns gelingen." Am Montagnachmittag um 16.30 Uhr präsentiert sich das deutsche Team aber erst einmal ganz volksnah bei einer öffentlichen Einheit. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will sich den Gastgebern gleich von Beginn an von seiner besten Seite zeigen.
"Neue Dimensionen"
Dafür wird Flugkapitän Jürgen Raps sorgen, für den es eine Ehre ist, die prominenten Gäste nach Südafrika zu fliegen. "Ich hoffe, dass die Reise mit diesem Flugzeug unsere Nationalmannschaft auch zu neuen Dimensionen bei der WM inspiriert", sagte der LH-Pilot.
Um 7.10 Uhr soll der A380 in Johannesburg landen. Anschließend geht es für die deutsche Elf, die am 13. Juni in Durban gegen Australien ins Turnier startet, weiter ins Teamhotel Velmore Grande in der Nähe von Pretoria. Dort ist alles für die Nationalmannschaftet bereitet, nachdem es wochenlange Diskussionen um das DFB-Quartier gegeben hatte. Inzwischen gibt es aber eine Betriebserlaubnis für das Fünf-Sterne-Haus, das Löw und Co. ab Montag den roten Teppich ausrollen wird. Am Montagnachmittag um 16. 30 Uhr ist in Pretoria ein öffentliches Training geplant.
Die Nationalspieler durften nach dem Spiel am Donnerstagabend gegen Bosnien bis Sonntagnachmittag noch einmal zu ihren Familien. "Das ist schön, noch einmal zu Hause sein", meinte Lahm. So richtig frei war aber nur der Freitag. Für Samstag hatte Löw seinen Schützlingen individuelle "Hausaufgaben" mitgegeben, ein Training in Eigenverantwortung: "Drei Tage ohne Training wären in der jetzigen Phase nicht gut."
Der 23-köpfige deutsche WM-Kader hat einen Altersschnitt von 24,96 Jahren. Angeführt wird das Team von Lahm sowie den erfahrenen Bastian Schweinsteiger, Miroslav Klose, Arne Friedrich und Per Mertesacker, die auch den Mannschaftsrat bilden. "Unsere Generation ist jetzt soweit", meinte Lahm mit großem Selbstvertrauen.
Der Münchner ist deshalb auch von einem erfolgreichen WM-Abschneiden überzeugt: "Wir werden in Südafrika sicher nicht immer die besten Einzelspieler haben, aber wir haben eine sehr gute Mannschaft. Die muss man erst mal schlagen. Und jeder weiß, dass das nicht leicht wird. Deshalb mache ich mir keine Sorgen", sagte er vor dem Abflug und fügte an: "Unser großes Ziel ist zunächst das Halbfinale, danach wollen wir dann auch mehr."
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