kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Zoff um Ballack: Klinsmann: "Er hat sich zu entschuldigen"

zuletzt aktualisiert: 24.10.2008 - 17:08

Frankfurt/Main (RPO). Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat DFB-Kapitän Michael Ballack zu einer Entschuldigung bei Bundestrainer Joachim Löw aufgefordert. "Die Situation ist ganz einfach: Michael hat sich für seine Aussagen beim Trainer und seinen Teamkollegen zu entschuldigen", sagte der Coach des deutschen Fußball-Meisters Bayern München.

Im Machtkampf zwischen Löw und Ballack bahnt sich eine indes Lösung an. Nachdem in den vergangenen Tagen ausschließlich über die Medien diskutiert und Stimmung gemacht worden war, vereinbarten Löw und Ballack am Donnerstagabend in einem ersten Gespräch einen Friedensgipfel. Löw hatte auf ein Treffen in Deutschland bestanden.

"Ich gehe davon aus, dass er einsieht, einen Fehler gemacht zu haben, und dafür auch gerade steht", betonte derweil Klinsmann, Coach von Rekordmeister Bayern München. Über mögliche Konsequenzen für Ballack wollte sich Klinsmann nicht äußern: "Das ist allein die Sache von Jogi. Er ist der Chef, er allein entscheidet. So, wie ich ihn kenne, wird er das mit Michael optimal gestalten."

Bei dem Telefonat wurden nach der Kritik von Ballack an Kurs und Personalentscheidungen von Löw inhaltliche Dinge noch ausgeklammert. Es habe sich lediglich um eine Terminabsprache gehandelt, sagte DFB-Mediendirektor Harald Stenger. Vom Ausgang des Vier-Augen-Gesprächs wird die sportliche Zukunft des 89-maligen Nationalspielers in der deutschen Fußball-Nationalmannschaft abhängen.

Info

Heiner Brand unterstützt Löw

Im Streit mit Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack erhält Fußball-Bundestrainer Joachim Löw nun sogar öffentliche Rückendeckung von seinem Handball-Amtskollegen Heiner Brand. "Ich kann nicht erkennen, warum sich Joachim Löw unfair verhalten haben soll. Ein Michael Ballack vertritt auf der einen Seite das Leistungsprinzip, auf der anderen fordert er eine Bestandsgarantie. Das passt nicht zusammen", sagte der Weltmeister-Coach von 2007 im Interview mit dem Hamburger Abendblatt (Samstagsausgabe): "Gerade vom Kapitän erwarte ich, dass man sich zusammen an einen Tisch setzt, anstatt seine Enttäuschung so öffentlich zu machen."

"Nach einer ersten Kontaktaufnahme von Joachim Löw am Donnerstagmittag hat sich Michael Ballack am Abend bei ihm telefonisch gemeldet. Es wurde vereinbart, sich so schnell wie möglich zu treffen und ein Vier-Augen-Gespräch zu führen", erklärte Stenger am Freitag. Details wie Zeitpunkt und Ort wurden nicht genannt. Wie es im Fall Torsten Frings weitergeht, ist momentan ebenfalls noch offen.

Ballack ist derweil angeblich zu Kompromissen bereit. Offenbar hat der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler gemerkt, dass er mit seiner Kritik an Löw über das Ziel hinausgeschossen ist. Schon seit Tagen spürt Ballack heftigen Gegenwind, selbst mannschaftsintern.

"Das war nicht professionell. Missstände gehören intern diskutiert, nicht über die Medien", betonte der Berliner Arne Friedrich. Auch Philipp Lahm machte deutlich, dass öffentliche Kritik dem Ansehen der Mannschaft schaden würde: "Das bringt nichts. "

Da Löw bei seiner klaren Linie bleiben wird und für sein Verhalten derzeit Unterstützung von allen Seiten bekommt, wird der Spielführer der deutschen Nationalmannschaft um eine Entschuldigung für seine Attacke nicht herumkommen. "Ich freue mich, dass der Trainer wieder den Dialog mit mir sucht", hatte Ballack vor dem Telefonat mit Löw erklärt.

Löw will sein weiteres Vorgehen in erster Linie vom Verlauf des persönlichen Gesprächs mit Ballack abhängig machen. "Alles Weitere wird man dann sehen", meinte er zuletzt. Die Bandbreite der Sanktionen reicht vom Rauswurf, sollte Ballack stur bleiben, bis hin zur Absetzung als Kapitän.

Auch Franz Beckenbauer, die höchste Fußball-Instanz in Deutschland, hat dem Bundestrainer noch einmal den Rücken gestärkt. "Dass Löw sich die Kritik nicht einfach gefallen lässt, ist klar. An seiner Arbeit gibt es meiner Meinung nach nichts auszusetzen", schrieb der "Kaiser" am Freitag in seiner Bild-Kolumne.

Grundsätzlich sei der Angriff von Ballack gegen Löw, aber auch die Flucht von Kevin Kuranyi ein "echtes Alarmzeichen", so Beckenbauer weiter: "Wenn das Verhältnis zwischen Kapitän und Trainer so gestört ist, dann muss schnell etwas passieren. So geht es nicht weiter."

Der Präsident von Bayern München hofft jedoch nicht, "dass es zum totalen Bruch kommt. Eine Nationalmannschaft ohne Ballack ist für mich derzeit schwer vorstellbar. Er hat sich in den letzten Jahren zu einem wahren Kapitän entwickelt. Auf so eine Persönlichkeit verzichtet man als Trainer nicht."

In einigen Umfragen können sich die Fans aber durchaus eine Nationalmannschaft ohne Michael Ballack vorstellen. Auch die Statistik spricht nicht unbedingt dafür, dass der Kapitän unersetzlich ist.

Seit August 2000 gab es 80 Spiele der DFB-Auswahl mit dem England-Legionär vom FC Chelsea und 40 ohne ihn. Mit Ballack gab es 49 Siege (61 Prozent), ohne ihn 24 (60 Prozent). Nach der WM 2006 gewann Deutschland in 14 Spielen ohne den Kapitän 9-mal (2 Niederlagen, drei Remis), mit Ballack in 19 Partien 15-mal (2 Niederlagen, 2 Remis).

Löw hatte Ballack in den vergangenen Tagen deutlich zu verstehen gegeben, dass kein Spieler das Recht habe, in Sachen Aufstellung oder Personalpolitik den Trainer zu kritisieren "oder sogar öffentlich Stimmung gegen das Trainerteam zu machen".

DFB-Präsident Theo Zwanziger und DFB-Sportdirektor bestärken den Bundestrainer in seinem Kurs. Auch Ehrenspielführer Uwe Seeler bezog klar Stellung gegen Ballack. Dessen Vorgehen sei "nicht glücklich". Man könne durchaus Kritik üben, "aber bitte intern".

Quelle: sid

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Anderson und Rupp kehren zurück

Borussia Mönchengladbach

Anderson und Rupp kehren zurück

Neue Namen werden viele gehandelt in diesen Tagen, wenn von möglichen Zugängen bei Borussia ... mehr 

Bei Google ist Fortuna schon Meister 2013

Fortuna Düsseldorf

Bei Google ist Fortuna schon Meister 2013

Vom Bundesliga-Aufsteiger zum Deutschen Meister? Dies gelang bislang nur dem 1. FC Kaiserslautern. Geht es allerdings nach dem Internet-Giga ... mehr 

Sport
Aus der Region

Thronjubiläum von Queen Elizabeth II.

Mit Tee und Scones auf dem Rhein

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Die Stars der EM richtig aussprechen

Immer wieder stolpern Fans, Reporter und Journalisten über die Aussprache einiger Fußballspieler. Ein Grund für uns, die ... mehr 

Weitere Sportarten
Bilderserien Fußball-WM
WM 1978: Fußball zwischen Regime und Junta
WM 1978: Fußball zwischen Regime und Junta
Bei der WM 1978 war die Lage in Argentinien .. mehr 
 
WM 1978: Fußball zwischen Regime und Junta
WM 1978: Fußball zwischen Regime und Junta
Bei der WM 1978 war die Lage in Argentinien ..
mehr 
EM-Play-offs 2011: Cristiano Ronaldo wirft mit Erde
EM-Play-offs 2011: Cristiano Ronaldo wirft mit Erde
Portugals Starstürmer Cristiano Ronaldo hat ..
mehr 
Das ist Cacau
Das ist Cacau
Cacau - vollständiger Name Jeronimo Maria ..
mehr 
Auslosung zur WM-Quali 2014: Reaktionen
Auslosung zur WM-Quali 2014: Reaktionen
Wir haben die Stimmen zur WM-Auslosung für Sie zusammengestellt.
mehr 
WM 2014: die deutschen Quali-Gegner
WM 2014: die deutschen Quali-Gegner
Auf dem Weg zur WM-Endrunde 2014 in Brasilien ..
mehr 
Die Gruppen zur WM-Quali 2014 im Überblick
Die Gruppen zur WM-Quali 2014 im Überblick
Die Gruppen der WM-Qualifikation für die WM ..
mehr 
WM-Quali 2014: die Gruppen-Auslosung
WM-Quali 2014: die Gruppen-Auslosung
Brasilien macht sich schön. Obwohl die WM 2014 ..
mehr 
WM-Quali: Randale zwischen Myanmar und dem Oman
WM-Quali: Randale zwischen Myanmar und dem Oman
Das WM-Qualifikationsspiel zwischen Myanmar und ..
mehr 
 
MEHR

Nur Rüge beim Fußball-Friedensgipfel

Löw lässt Ballack die Kapitänsbinde

Michael Ballack bleibt Kapitän der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Nach seiner Kritik an Joachim Löw ist der 32-Jährige mit einem blauen Auge und einer Rüge des Bundestrainers davon gekommen. Löw sah davon ab, Ballack als Spielführer abzusetzen ... mehr

 

Löw und Ballack

Haben sie sich versöhnt?

 

Ballacks Streit mit Löw

Wird Lahm neuer DFB-Kapitän?

 

Nach Ballacks Entschuldigung bei Löw

Auch Frings rudert zurück