Nationalmannschaft: Löw und Bierhoff pokern mit dem DFB
zuletzt aktualisiert: 04.02.2010 - 14:35Frankfurt/Main (RPO). Bundestrainer Joachim Löw und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff fordern angeblich eine hohe Bonuszahlung für einen neuen Zwei-Jahres-Vertrag. Beide sollen vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) eine Prämie für ihre Vertragsunterschrift verlangen.
Das berichtet die "Bild". Demnach pochen Bierhoff und Löw auf ein sogenanntes "Signing Fee" von jeweils einem Jahresgehalt. Im Gegenzug darauf verzichtet das Duo auf eine Gehaltserhöhung. Außerdem soll Bierhoff ein Veto-Recht bei der Besetzung des Bundestrainer-Postens fordern. Bislang steht ihm lediglich das Vorschlags-Recht sowie die alleinige Verhandlungsführung mit dem Kandidaten laut Vertrag zu.
Vor dem Beginn einer Sondersitzung des DFB-Präsidiums zu diesem Thema am Donnerstagnachmittag in Frankfurt sagte DFB-Ehrenpräsident Gerhard Mayer-Vorfelder: "Wir werden sehen, ob das eine Forderung oder ein Wunsch von Löw und Bierhoff ist."
Der 76-Jährige ist zudem der Meinung, dass die "grundsätzliche Verantwortung" für das U21-Nationalteam bei Löw liegen müsse. "Denn sie ist das letzte Glied in der Kette zum A-Team", sagte Mayer-Vorfelder und geht von einer Einigung aus: "Aber das letzte Wort hat Joachim Löw."
Das höchste DFB-Gremium wollte am Donnerstag auch in der Kontroverse zwischen Sportdirektor Sammer und dem Duo Löw/Bierhoff vermitteln und das Kompentenzgerangel im Zusammenhang mit der U21 zwischen den sportlichen Führungskräften des Verbandes beenden.
Zuvor hatte DFB-Mediendirektor Harald Stenger den Bericht über die angebliche Bonuszahlung auf Nachfrage nicht kommentieren wollen.
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