Auswahlverfahren hat begonnen: Löws Kandidaten für die WM 2010
zuletzt aktualisiert: 13.10.2009 - 08:38Hamburg (RPO). Die Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2010 wurde souverän geschafft, jetzt startet Bundestrainer Joachim Löw sein Auswahlverfahren für den 23-köpfigen WM-Kader. 15 Spieler der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, angeführt von Kapitän Michael Ballack, haben acht Monate vor Turnierbeginn ihr Ticket für Südafrika nach derzeitigem Stand sicher.
Einige haben gute Chancen, für andere wiederum, wie etwa für Routinier Torsten Frings, wird es eine Zitterpartie. Im Mai 2010 wird Löw sein Aufgebot nominieren.
Die Chancen der Nationalspieler mit Blick auf den 23-köpfigen WM-Kader nach derzeitigem Stand (berücksichtigt wurden Spieler, die unter Löw schon gespielt haben oder zuletzt ins Gespräch gebracht wurden), sehen Sie hier!
Eine erste Entscheidung soll bereits nach den beiden letzten Länderspielen des Jahres am 14. und 18. November gegen Chile und Ägypten fallen: Welcher Keeper als Nummer eins im Tor mit zur WM-Endrunde fährt.
Derzeit hat der Leverkusener Rene Adler im Kampf mit Robert Enke, Manuel Neuer und Tim Wiese nach seiner Weltklasseleistung in Russland die besten Karten. Da Löw nur drei Torhüter nach Südafrika mitnehmen darf, dürfte der Bremer Wiese durch das Sieb fallen.
Löw, der in der WM-Qualifikation vor dem abschließenden Duell am Mittwoch (18.00 Uhr/Live-Ticker) in Hamburg mit Finnland 27 Spieler eingesetzt hat, will sich bei der Besetzung seines WM-Kaders grundsätzlich aber noch alle Möglichkeiten offen halten.
Man müsse die weiteren Wochen und Monate abwarten, hatte der Bundestrainer schon vor dem 1:0-Erfolg in Russland erklärt: "Es kann noch viel passieren." Er wolle nichts ausschließen, "wir würden uns ja selbst Chancen und Optionen verbauen".
Zuletzt war bereits über die beiden jungen Münchner Thomas Müller (Angriff) und Holger Badstuber sowie den Schalker Benedikt Höwedes (beide Abwehr) spekuliert worden.
Doch solche Spieler hätten nur dann noch eine Chance, "wenn sie wirklich über einen längeren Zeitraum sehr gute und überzeugende Leistungen bieten würden", sagte Löw. Ohnehin habe man zuletzt schon "viele junge Spieler integriert". In Russland hatte etwa Jerome Boateng vom Hamburger SV sein Debüt in der DFB-Auswahl gefeiert.
Die Länderspiele in Köln gegen Chile und in Gelsenkirchen gegen Ägypten will der DFB-Coach ebenso wie das Spiel gegen Finnland nun zu Experimenten nutzen, "um in solchen Spielen noch einmal zu sehen, was für Möglichkeiten die jungen Spieler haben und ob man ihnen so ein Turnier zutrauen kann."
Diskussionstoff wird es in den kommenden Wochen sicherlich genug geben. Schon zuletzt hatte es immer wieder Debatten um die Nichtberücksichtigung von Vize-Weltmeister Frings (Bremen) gegeben. Auch die Personalie Kießling, derzeit in der Liga bester Torschütze, birgt Zündstoff.
Beide würden zum Kreis der Kandidaten gehören, erklärte Löw wiederholt. Doch besonders für Frings wird es angesichts der jüngeren Konkurrenz (Hitzlsperger, Rolfes, Khedira) mit einer weiteren WM-Teilnahme ganz eng werden.
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