Kommentar zur Nationalmannschaft: Schwebezustand um das DFB-Team
VON FRIEDHELM KÖRNER - zuletzt aktualisiert: 12.02.2010 - 13:26(RP). Offiziell haben Bundestrainer Joachim Löw und Teammanager Oliver Bierhoff mit dem DFB Frieden geschlossen. Die Vorbereitung der Nationalmannschaft auf die Weltmeisterschaft in Südafrika soll nicht durch anhaltenden Streit um neue Verträge beeinträchtigt werden.
Klarheit ist damit jedoch noch lange nicht geschaffen. Im Gegenteil: Es herrscht ein Schwebezustand. Und so dürfte noch oft darüber spekuliert werden, wie die berufliche Zukunft von Bierhoff, Löw und den anderen Mitgliedern seines Trainerstabs nach der WM aussehen wird.
Dazu passt die Vermutung, dass DFB-Chefscout Urs Siegenthaler Sportchef beim Hamburger SV werden soll. Immer stärker zeichnet sich ab, dass die Gruppe der fünf (Löw, Assistent Hansi Flick, Torwarttrainer Andreas Köpke, Siegenthaler, Bierhoff) auseinanderfällt und die Leitung der Nationalmannschaft auf dem Weg zur EM 2012 sich anders zusammensetzen wird. Denn völlig zu kitten ist der Riss, der zur Vertagung der Gespräche mit dem DFB führte, kaum.
Ein Engagement Bierhoffs in seiner heutigen Funktion über die WM hinaus ist nur noch schwer vorstellbar. Eher könnte es eine weitere Zusammenarbeit mit Löw geben. Doch wundern wird sich kaum jemand, wenn der 50-Jährige – wie sein Vorgänger Jürgen Klinsmann 2006 – nach der Endrunde in Südafrika einen Schlussstrich unter das Kapitel Nationalmannschaft zieht.
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