SCHWEDEN Áftonbladet: "Schweden braucht kein neues Nationalstadion in Stockholm. Wir haben schon eins in Berlin, wo wir von der Bahre wieder auferstanden sind. Das war wie ein Traum."
Expressen: "Nie zuvor haben wir eine solche Berg- und Talfahrt erlebt. Nie zuvor war Schweden so erdrückt, erniedrigt und verzweifelt wie in der ersten Halbzeit. Was dabei wie ein unerreichbarer Wunschtraum schien, wurde nach 90 Minuten Wirklichkeit."
Svenska Dagbladet: "Sagenhaft, Schweden. Die Urkraft bei der Auferstehung war unfassbar. Das 4:4 im Berliner Olympiastadion gehört jetzt zu unseren Sportklassikern. Eigentlich war das Spiel ja nach 15 Minuten vorbei."
Dagens Nyheter: "Das war der größte Kracher der schwedischen Sportgeschichte. Die Deutschen sind eigentlich die falsche Mannschaft, um einen 4:0-Vorsprung herzugeben. Aber Schweden war diesmal die falsche Mannschaft zur Aufgabe. Danke für alles!"
ENGLAND
Daily Mirror: "Die Deutschen haben sich am Schwedenhappen verschluckt. Den Schweden gelang eines der großartigsten Resultate im internationalen Fußball überhaupt, als sie nach 0:4-Rückstand gegen Deutschland noch zurückkamen und sich ein Unentschieden verdienten."
The Independent: "Deutschland verspielt Vier-Tore-Vorsprung - Ibrahimovic inspiriert Schweden zu einem Comeback. (...) Nachdem man Irland am Freitag 6:1 besiegt hatte, schien Joachim Löws Elf vor heimischem Publikum bereit für den nächsten stolzen Abend. Aber Miroslav Kloses Kunststück, bis auf einen Treffer auf Gerd Müllers ewigen Torrekord aufzuschließen, wurde von einer Kapitulation seiner Mannschaft überschattet."
The Daily Telegraph: "Deutschland hat in einer atemberaubenden Manier seine 100-prozentige Punkte-Ausbeute in der WM-Qualifikation eingebüßt. Schweden hat in Berlin ein bemerkenswertes Comeback nach 0:4 dargeboten."
El Mundo: "Schweden von der Demütigung zum Heldentum: Ibrahimovic stachelte seine Leute zu einer sozialen Revolte an, die sogar die Proteste gegen die Besuche von Angela Merkel in Euro-Krisenstaaten in den Schatten stellte."
As: "Acht Tore in einem Spiel kommen schon ziemlich selten vor. Aber in 30 Minuten aus einem 0:4 ein 4:4 zu machen, ist extrem ungewöhnlich. Dies gelang den Schweden in Berlin."
ITALIEN
La Gazzetta dello Sport: "30 Alptraum-Minuten für Deutschland gegen Schweden. Was für eine Aufholjagd! Angela Merkel verging das Lächeln. Nach Ibrahimovics Tor stand nur noch ein Team auf dem Platz."
ÖSTERREICH
Österreich: "Neue Turbulenzen vorprogrammiert. Was für ein Drama in Berlin: Deutschland verspielte gegen Schweden eine 4:0-Führung - am Ende hieß es 4:4 in einem irren Match... Abwehr war katastrophal. Leichtsinn - Fehler luden die Schweden zum Toreschießen ein."
Kronen Zeitung: "4:4-Schock nach 4:0! Historische 'Schweden-Bomben' (Anm. d. Red.: so werden in Österreich Schokoküsse genannt) in der letzten halben Stunde trafen Deutschland ins Herz - Löw und seine Spieler fanden keine Erklärung."
Kurier: "Unglaubliche Wende - Deutschland verspielt ein 4:0. Schweden war einem Debakel nahe, jubelte nach vier Toren in der letzten halben Stunde in Berlin aber über ein 4:4 und einen Punkt."
Blick: "Presse spottet über DFB-Elf: 'War das dämlich!'. Wie unglaublich das Spiel war, zeigt die Tatsache, dass Schweden exakt viermal aufs Tor schoss und jedes Mal traf. Goalie Manuel Neuer hielt tatsächlich keinen einzigen Ball!"
PORTUGAL
Público: "In Berlin sind die Fans von der Euphorie in die Depression gestürzt. Zwei Tore von Klose und ein Treffer von Mertesacker ließen vor der Pause einen ruhigen Abend erwarten. Özils Tor gleich zu Beginn der zweiten Hälfte schien den Sieg dann endgültig besiegelt zu haben. Aber da war ja noch Ibrahimovic. Er traf und weckte Schweden zu einer schwindelerregenden letzten halben Stunde auf."
Record: "Verrücktes Spiel in Berlin! Schweden konnte in nur 28 Minuten einen 0:4-Rückstand gegen Deutschland aufholen. Mit dem Tor zum 4:4 in der Nachspielzeit wurde auch die deutsche Siegesserie in der WM-Qualifikation nach drei Erfolgen beendet."
O Jogo: "Das Spiel zwischen den beiden Kandidaten auf den ersten Gruppenplatz war spektakulär. Die Deutschen lagen schon 4:0 vorne, aber die Schweden trafen dann in 14 Minuten dreimal und in der Nachspielzeit gelang ihnen auch noch der Ausgleich."
DEUTSCHLAND
Süddeutsche: "Grotesk verschenkter Sieg. Aus einem 4:0 wird ein 4:4: Selten hat eine deutsche Nationalelf ein eigentlich klar dominiertes Spiel so aus der Hand gegeben. 60 Minuten zaubern Löws Männer in Berlin und schaffen vier schöne Treffer - doch dann bricht wegen unerklärlicher Fehler plötzlich alles zusammen. Es bleibt der Frust."
Stern: "Horrorshow in der Hauptstadt. Nicht zu glauben: Die Nationalmannschaft hat in der WM-Qualifikation gegen Schweden eine 4:0-Führung noch aus der Hand gegeben. Das Team hat ein Einstellungsproblem – noch immer."
Welt: "Historische Blamage für Deutschland. Eine Stunde lang dominierte die deutsche Nationalelf das Spiel gegen Schweden nach Belieben und führte 4:0. Aber dann gab es wieder große Schwächen in der Abwehr, und Löws Team verspielt den Sieg."
Spiegel: "Deutschland vergeigt sensationell 4:0-Führung. Was für ein Spiel! Gegen Schweden zeigte das DFB-Team eine Stunde lang eine überragende Leistung, führte 4:0. Doch dann klappte nichts mehr. Sekunden vor Schluss kam der Gegner noch zum Unentschieden. Einen solchen Vorsprung hat die Nationalelf noch nie verschenkt. Löw und die Spieler waren fassungslos."
Hamburger Abendblatt: "DFB-Elf blamiert sich am Ende bis auf die Knochen. Deutschland verspielte gegen Schweden eine 4:0-Führung. Am Ende stand ein historisches und genauso bitteres 4:4."
FAZ: "4:4-Blamage gegen Schweden - Am Ende bleibt nur ein großes Rätsel: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gibt im WM-Qualifikationsspiel gegen Schweden einen 4:0-Vorsprung aus der Hand - und muss sich nach einer Stunde brillantem Fußball mit einem 4:4 begnügen."
Münchner Merkus: "Peinlich! DFB-Elf verschenkt 4:0-Führung: Erst gezaubert, dann gezittert, und am Ende die ganz große Ernüchterung: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat auf ihrem Weg zur WM 2014 in Brasilien einen herben Dämpfer und eine gefühlte Niederlage hinnehmen müssen."
Sport1: "4:4 nach 4:0! Erst Offensiv-Gala, dann Rumpel-Anfall: Das Team von Jogi Löw gibt einen fast sicheren Sieg gegen die Schweden aus der Hand und macht böse Fehler. Elm schockt spät."
Spox: "Historischer Einbruch der DFB-Elf: Was für ein denkwürdiges Spiel in Berlin! Deutschland führte in der WM-Qualifikation gegen Schweden bis zur 62. Minute mit 4:0 und muss sich am Ende mit einem 4:4 (3:0) zufrieden geben. Noch nie zuvor verspielte eine deutsche Fußball-Nationalmannschaft einen Vier-Tore-Vorsprung."
Bild: "Mensch Jogi, war das dämlich. So wunderschön, so brutal, so bescheuert kann Fußball sein! Unsere Nationalelf stellte gestern einen Blöd-Rekord auf! Noch nie hat eine DFB-Elf eine 4:0-Führung verspielt. Gegen Schweden ist es passiert. 4:4 in letzter Minute!"
Zeit: "Alter Schwede. Im verrücktesten Länderspiel seit Langem gibt die deutsche Mannschaft ein 4:0 aus der Hand. Und muss sich auf viele Diskussionen gefasst machen."
Kicker: "Löw-Elf erst wie entfesselt, am Ende entzaubert. Deutschland hat den letzten Auftritt in der WM-Qualifikation im Jahr 2012 mit einem denkwürdigen 4:4 gegen Schweden abgeschlossen. Gegen zunächst biedere Skandianvier legten die Löw-Schützlinge in Berlin furios los und präsentierten sich bis zum 4:0 spielfreudig und kombinationssicher. Bedenkliche Abwehrschwächen kosteten dem DFB-Team gegen nach einer Stunde Lunte riechende Gäste am Ende aber den Sieg."
Stuttgarter Zeitung: "Die deutsche Elf fällt in sich zusammen. Das Unheil hat sich lange angekündigt – in der Nachspielzeit ist es schließlich so weit. Aus zwölf Metern trifft Rasmus Elm ins deutsche Tor, stürzt damit das schwedische Team in einen Freudentaumel – und das deutsche ins Tal der Tränen."
RP ONLINE: "Der Gala folgt der Total-Absturz. Die DFB-Auswahl hat gegen Schweden ein historisch blamables Unentschieden erzielt. Nach einer 4:0-Führung ließ sich sich von den Schweden binnen einer halben Stunde vier Tore einschenken."
Express: "Historisches Drama um deutsches Team. Fußball wie im Rausch. Betörend schön, elektrisierend, wunderbar. Aber dann wurde es ein Drama, das mit einem Schock endete. Historisch - und am Ende auch irgendwie peinlich. Das gab es in der DFB-Geschichte noch nie."