Nach Ausschreitungen in der WM-Quali: Algerien kritisiert die Fifa
zuletzt aktualisiert: 16.11.2009 - 13:04Algier (RPO). Algeriens Mittelfeldspieler Khaled Lemmouchia hat nach den Ausschreitungen rund um das WM-Qualifikationsspiel zwischen Ägypten und Algerien am Samstag in Kairo (2:0) scharfe Kritik am Fußball-Weltverband Fifa geübt.
"Das Spiel hätte unter diesen Umständen nicht stattfinden dürfen. Das war unverantwortlich", sagte Lemmouchia der französischen Sporttageszeitung L'Equipe.
Lemmouchia, der bei Attacken auf den algerischen Mannschaftsbus vor dem Spiel am Donnerstag selbst verletzt worden war und nach eigener Aussage mit drei Stichen am Kopf genäht werden musste, bemängelte fehlenden Personenschutz.
"Einige Spieler waren verletzt, andere wie paralysiert. Was wäre wohl passiert, wenn das ägyptische Team so bei uns attackiert worden wäre? Sie wären nach Hause gereist, hätten die Qualifikation für sich reklamiert und Recht bekommen", sagte Lemmouchia.
Ägypten hat durch das 2:0 ein Entscheidungsspiel am Mittwoch im Sudan erzwungen. Auch nach der Begegnung kam es zu Ausschreitungen. Laut Augenzeugenbericht schritt die Polizei nicht ein, als nach dem Ende des Spiels Mannschaftsbus und Busse mit algerischen Fans von ägyptischen Fanatikern mit Steinen und anderen Wurfgeschossen attackiert wurden.
Zu tumultartigen Szenen kam es auch am Sonntag in Algeriens Hauptstadt Algier. Zunächst versuchten Fans, Flug-Tickets in den Sudan zu bekommen. Später wurden Fenster des Büros von Air Algeria zerstört. Zudem sollen Räume des Mobiltelefon-Unternehmens Djeezy geplündert worden sein.
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