Nach "umgekehrtem" Wembley-Tor: David Beckham verliert die Nerven
zuletzt aktualisiert: 28.06.2010 - 07:16Bloemfontein (RPO). Nach seiner schwachen Leistung beim 1:4-Debakel der Engländer gegen Deutschland hatte der Schiedsrichter Jorge Larrionda nur noch ein Ziel: seine Kabine. Doch David Beckham machte ihm einen Strich durch die Rechnung. "Shame on you, Ref!", brüllte 'Becks' dem Unparteiischen nach dessen "Torklau" zu. Kurz darauf wollte der erzürnte Superstar dem Referee an die Gurgel.
Schämen musste sich Larrionda bei dem "umgekehrten" Wembley-Tor von Frank Lampard in der 38. Minute vor allem für seinen unfassbar schlecht postierten Assistenten Mauricio Espinosa, der trotz eines hektischen Sprints an der Außenlinie ungefähr 20 Meter von der Torlinie entfernt war, als der Ball hinter DFB-Keeper Manuel Neuer einschlug.
"Ich verstehe nicht, warum wir in unserer heutigen Zeit mit so viel Technologie noch über solche Dinge reden müssen. Wir haben Fehler gemacht, aber der Schiedsrichter hat einen noch größeren gemacht", sagte Teammanager Fabio Capello.
"Die Three Lions hatten gehofft der 44 Jahre alte Schmerz würde endlich enden. Er endete - der von Deutschland", schrieb der Daily Mirror. "Englands Alptraum! Lampard wird das Tor gestohlen", titelte die Daily Mail. Das Boulevard-Blatt The Sun schrieb: "Du bist völlig nutzlos, Schiedsrichter!"
Chelsea-Ass Lampard, der vermeintliche Torschütze zum eigentlichen 2:2, hatte zuvor minutenlang die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen, Rooney war kurz davor, eine Boxeinlage gegen Larrionda einzulegen. "Das nicht gegebene Tor war der Knackpunkt des Spiels. Das Spiel wäre ganz anders gelaufen", sagte Englands Nationalspieler James Milner. Kapitän Steven Gerrard meinte: "Der Linienrichter war 20 Meter von der Situation entfernt, er konnte nicht sehen, ob der Ball drin war oder nicht. Das sollte sich die FIFA mal anschauen."
Der 42 Jahre alte WM-Schiedsrichter, der sich mit seiner Leistung am Sonntag selbst aus dem Turnier befördert haben dürfte, geriet beim Turnier in Südafrika allerdings nicht zum ersten Mal in die Kritik. Bereits beim 1:2 der Serben gegen Australien zum Ende der Vorrunde in der Deutschland-Gruppe D war ihm von Seiten der Osteuropäer Betrug vorgeworfen worden.
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