Nach Frankreichs Skandal-Tor: DFB-Präsident zeigt Verständnis für Henry
zuletzt aktualisiert: 21.11.2009 - 13:55London (RPO). Thierry Henry hat sich viel anhören müssen, nachdem er den Siegtreffer der Franzosen im Play-Off-Spiel gegen Irland mit der Hand initiiert hat. Jetzt meldet sich DFB-Präsident Theo Zwanziger zu Wort und fordert Verständnis für das Verhalten des 32-Jährigen. "Er hat betrogen. Das ist Betrug. Ich weiß aber nicht, ob die Franzosen geklatscht hätten, wenn Henry zum Schiedsrichter gegangen wäre und das Handspiel zugegeben hätte."
Auch Henrys ehemaliger Vereinstrainer Henry Arsene Wenger nahm den Kapitän der Equipe Tricolore in Schutz. "Der Fußball und der Sport sind voll von Helden, die zehnmal mehr als Thierry betrogen haben", sagte der Coach des FC Arsenal aus London, der den heute beim FC Barcelona beschäftigten Henry lange betreut hatte.
"Die Leute, die Schiedsrichter kaufen oder Drogen nehmen sind die wahren Betrüger. Henry hat Jahre ehrlichen Verhaltens hinter sich, es ist ungerecht, wie ihn die Leute attackieren", sagte der 60-Jährige.Zwanziger forderte seinerseits zur Zurückhaltung in der Beurteilung von Henrys Aktion auf: "Fair Play ist einfach, wenn es um nichts geht. Wir haben nicht das Recht zu sagen, was er hätte tun sollen, ohne dass wir uns selbst in so einer Situation befunden haben."
Für Zwanziger bleibe Henry dennoch ein großer Sportsmann. Er habe es jedoch verpasst, "sich durch eine große Aktion unsterblich zu machen". Schließlich feiert man heutzutage immer noch Stars wie Lionel Messi oder Diego Maradona, die ebenfalls mit einem Handspiel für Tore gesorgt haben.
Henry hatte den 1:1-Ausgleich der Franzosen im Entscheidungsspiel zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gegen Irland in der Nachspielzeit mit der Hand vorbereitet. Durch das Tor qualifizierte sich der Weltmeister von 1998 für die Endrunde 2010 Südafrika.
Der Franzose hat sich jedoch für sein Verhalten entschuldigt und plädiert mittlerweile für eine Neuansetzung der Begegnung. Die Iren für ihren Teil haben bereits Einspruch gegen die Wertung der Partie eingelegt und hoffen ebenfalls auf eine Wiederholung des Spiels.
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