Play-offs in der WM-Qualifikation: Dicker Brocken für Rehhagels Griechen
zuletzt aktualisiert: 19.10.2009 - 14:11Zürich (RPO). Otto Rehhagel und die griechische Nationalmannschaft müssen auf dem Weg zur WM 2010 einen dicken Brocken aus dem Weg räumen. In den beiden Play-off-Spielen trifft der Europameister von 2004 auf die Ukraine. Das ergab die Auslosung in Zürich.
Dabei spielen die Griechen am 14. November zu Hause, bevor das Rückspiel am 18. November in der Ukraine steigt. Einen heißen Tanz erwartet den WM-Vierten von 2006, Portugal. Die Mannschaft um Superstar Cristiano Ronaldo trifft auf Bosnien-Herzegowina um die Bundesliga-Legionäre Zvjezdan Misimovioc und Edin Dzeko vom deutschen Meister VfL Wolfsburg sowie Sejad Salihovic von 1899 Hoffenheim. Portugal genießt zuerst Heimrecht.
"König Otto" muss dementsprechend nur den deutschen Spuren folgen: Wie einst für Deutschland führt der Weg von Otto Rehhagel zur Fußball-WM über die Ukraine. Der deutsche Trainer muss mit der griechischen Nationalmannschaft in den europäischen Play-offs gegen das Team um Superstar Andrej Schewtschenko bestehen, um sich die Teilnahme an den Titelkämpfen im kommenden Jahr in Südafrika zu sichern. Im Vorfeld der WM 2002 hatte sich die DFB-Auswahl gegen die Ukraine (1:1 und 4:1) durchgesetzt.
Die Paarungen im Überblick:
Portugal - Bosnien-Herzegowina
Griechenland - Ukraine
Irland - Frankreich
Russland - Slowenien
Hinspiele: 14. November
Rückspiele: 18. November
Zudem trifft Irland mit dem italienischen Starcoach Giovanni Trapattoni auf Frankreich mit Bayern-Star Franck Ribery. Das portugiesische Team um Weltfußballer Cristiano Ronaldo muss sich mit Bosnien-Herzegowina auseinandersetzen und der deutsche Qualifikations-Gegner Russland bekommt es mit Slowenien zu tun. Diese Paarungen wurden am Montag in Zürich ausgelost. Die Hinspiele werden am 14. November ausgetragen, die Rückspiele am 18. November.
Rehhagel konnte schon vor der Auslosung aufatmen. Der Europameister von 2004 war gesetzt und entging damit einem Duell mit den ebenfalls gesetzten Franzosen, Portugal sowie Russland. "Wir wollen unbedingt zur WM nach Südafrika. Wir werden sportlich alles daran setzen, damit es am Ende auch klappt", sagte Rehhagel, der in den Play-offs voraussichtlich auf den früheren Frankfurter Sotirios Kyrgiakos (FC Liverpool) wegen einer Bänderverletzung verzichten muss, bereits vor der Auslosung.
Ronaldos Einsatz ist fraglich
Ob Ronaldo den Portugiesen nach seiner Blessur am rechten Knöchel in den Ausscheidungsspielen gegen Bosnien helfen kann, steht derzeit noch in den Sternen. Dennoch ist der Trainer des 94 Millionen Euro teuren Superstars von Real Madrid zuversichtlich. "Wir haben uns in der Qualifikation nicht mit Ruhm bekleckert, aber wir haben jetzt zwei Endspiele, in denen wir noch alles erreichen können. Wir wollen unbedingt zur WM", sagte Coach Carlos Queiroz.
Bosnien kann auf geballte Bundesliga-Erfahrung vertrauen. Im Angriff der Bosnier, die bislang noch nie an einer WM teilgenommen haben, tummeln sich die Bundesliga-Torjäger Vedad Ibisevic von 1899 Hoffenheim und Edin Dzeko vom VfL Wolfsburg. Im Mittelfeld wirbelt Zvjezdan Misimovic, der ebenfalls bei Meister Wolfsburg unter Vertrag steht. "Wenn wir die Qualifikation schaffen, feiern die Menschen in unserem Land drei Tage am Stück", sagte Dzeko.
Während Bosnien auf die erste Endrunde seiner Geschichte hofft, wäre es für die Equipe Tricolore um Ribery die 13. WM-Teilnahme. Ein Scheitern gegen Irland ist für die Franzosen kein Thema. "Wir kommen nach Südafrika", verkündete Angreifer Thierry Henry vom FC Barcelona selbstbewusst.
Derweil hat der slowenische Premierminister Borut Pahor die Spieler seines Landes mit einem ungewöhnlichen Angebot für die Spiele gegen Russland motiviert. Der Regierungschef will den Profis im Fall der erfolgreichen Qualifikation die Schuhe putzen.
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