kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Schleichwerbung im Stadion: Fifa schmeißt Minirock-Mädchen aus Stadion

zuletzt aktualisiert: 16.06.2010 - 20:21

Johannesburg (RPO). Zwei Verhaftungen und eine Klage - die südafrikanische Polizei und der Fußball-Weltverband Fifa gehen scharf gegen Schleichwerbung am Rande der WM-Endrunde in Südafrika vor. Zwei weibliche niederländische Fans, denen die Planung einer versteckten Werbekampagne vorgeworfen wird, wurden am Mittwoch in ihrem Hotel von der südafrikanischen Polizei festgenommen. Erst nach der Zahlung einer Kaution in Höhe von 1000 Euro sowie der Abgabe ihrer Reisepässe wurden die beiden Frauen vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt.

Sie waren Teil einer 36-köpfigen Gruppe von "Bier-Babes", die die Begegnung zwischen den Niederlanden und Dänemark am Montag in von einer niederländischen Brauerei (Bavaria) gesponserten Kleidern besucht hatte. Ihr Auftritt im knappen Dress bei der WM kommt ihnen damit teuer zu stehen.

Völlig entsetzt reagierte der niederländische Außenminister Maxime Verhagen: "Das ist absolut ungeheuerlich. Wenn, dann müsste die Brauerei zur Verantwortung gezogen werden." Dagegen hieß es in in einem Statement der südafrikanischen Polizei: "Diese Frauen, die Teil einer größeren Gruppe waren, stehen unter dem Verdacht, an der Organisation unrechtmäßiger Werbeaktivitäten beteiligt gewesen zu sein."

Die Fifa vermutet hinter der Aktion ein sogenanntes "Ambush Marketing", auch bekannt als Schmarotzer-Marketing. Darunter versteht man gezielte Werbeaktionen von Firmen, die ein Großereignis ausnutzen, bei dem sie selbst nicht offizieller Sponsor sind. Als Premium-Partner der FIFA ist ausschließlich der US-Biermarke Budweiser Werbung an offiziellen Schauplätzen des WM-Turniers vorbehalten.

Die Fifa hat mittlerweile Klage gegen die Initiatoren der angeblichen Kampagne eingereicht, teilte Mediendirektor Nicolas Maingot mit. "Wir nehmen Ambush Marketing sehr ernst", hieß es vonseiten der südafrikanischen Polizei.

Der Familienbetrieb Bavaria hatte die Vorwürfe umgehend bestritten. "Die Fifa hat kein Monopol auf die Farbe orange, und die Menschen haben die Freiheit zu tragen, was sie wollen", sagte Peer Swinkels der niederländischen Tageszeitung De Telegraaf. Der Bavaria-Chef kann dem kuriosen Rechtsstreit dennoch etwas Positives abgewinnen: "Unsere Marke ist auf den Kleidern kaum zu sehen. Aber nun spricht die ganze Welt über uns." Die kurz geschnittenen, orangefarbenen Kleider waren im Vorfeld der WM in den Niederlanden als Geschenk mit Bierkästen verkauft worden.

Die Fifa versucht, ihre Sponsoren, die einen hohen zweistelligen Millionen-Euro-Betrag für die Lizenzrechte bezahlt haben, zu schützen. Beim Spiel Ghana gegen Serbien wurden zahlreiche Flaggen konfisziert, auf denen das Logo einer ghanaischen Firma allzu groß prankte. "Die meisten anderen Flaggen, auf denen das Logo nur in kleiner Form abgedruckt war, wurden nicht entfernt", teilte Maingot mit.

Auch mit Bavaria hatte es in der Vergangenheit bereits Reibereien gegeben. Bei der WM in Deutschland verfolgten niederländische Fans ein Oranje-Spiel in Unterhosen. Die Ordner hatten ihnen verboten, das WM-Stadion in Stuttgart mit Lederhosen zu betreten, auf denen das Bavaria-Logo zu sehen war.

Im Zuge der Affäre musste mittlerweile auch der ehemalige jamaikanische Nationalspieler Robbie Earle seinen Posten beim britischen Fernsehsender ITV räumen. Er soll den Frauen die Tickets für die Begegnung weiterverkauft haben.

Quelle: SID/seeg

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
"Ab jetzt ist Freude befohlen"

Fortuna Düsseldorf

"Ab jetzt ist Freude befohlen"

Der Prozess um das Relegationsspiel gegen Hertha BSC scheint gewonnen. Jetzt sollen Verantwortliche, Spieler und Fans die Geschehnisse abhak ... mehr 

"Keine Bestrafung wegen 12.000 Bekloppten"

Stehplatz-Debatte in der Bundesliga

"Keine Bestrafung wegen 12.000 Bekloppten"

In der Fußball-Bundesliga stößt die Androhung eines Stehplatz-Verbotes von Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich auf Widerstand. mehr 

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Die Stars der EM richtig aussprechen

Immer wieder stolpern Fans, Reporter und Journalisten über die Aussprache einiger Fußballspieler. Ein Grund für uns, die ... mehr 

Weitere Sportarten
Bilderserien Fußball-WM
WM 1978: Fußball zwischen Regime und Junta
WM 1978: Fußball zwischen Regime und Junta
Bei der WM 1978 war die Lage in Argentinien .. mehr 
 
WM 1978: Fußball zwischen Regime und Junta
WM 1978: Fußball zwischen Regime und Junta
Bei der WM 1978 war die Lage in Argentinien ..
mehr 
EM-Play-offs 2011: Cristiano Ronaldo wirft mit Erde
EM-Play-offs 2011: Cristiano Ronaldo wirft mit Erde
Portugals Starstürmer Cristiano Ronaldo hat ..
mehr 
Das ist Cacau
Das ist Cacau
Cacau - vollständiger Name Jeronimo Maria ..
mehr 
Auslosung zur WM-Quali 2014: Reaktionen
Auslosung zur WM-Quali 2014: Reaktionen
Wir haben die Stimmen zur WM-Auslosung für Sie zusammengestellt.
mehr 
WM 2014: die deutschen Quali-Gegner
WM 2014: die deutschen Quali-Gegner
Auf dem Weg zur WM-Endrunde 2014 in Brasilien ..
mehr 
Die Gruppen zur WM-Quali 2014 im Überblick
Die Gruppen zur WM-Quali 2014 im Überblick
Die Gruppen der WM-Qualifikation für die WM ..
mehr 
 
MEHR

Fußball-WM

Obama plant Trikottausch mit Ghanas Präsident

Toronto (sid). US-Präsident Barack Obama plant beim nächsten Treffen mit seinem ghanaischen Amtskollegen John Atta Mills einen Trikottausch. Wie das Weiße Haus am Samstag mitteilte, wollen die beiden Staatsoberhäupter, deren Mannschaften sich am ... mehr

 
 

Brasilien - Chile 3:0

Selecao lässt Chile keine Chance

 

Argentinien - Mexiko 3:1

Abseitstor bringt "Gauchos" auf Touren