Wegen Henrys Handspiel: Fünf Schiedsrichter bei jedem WM-Spiel?
zuletzt aktualisiert: 26.11.2009 - 10:18Düsseldorf (RPO). Das Handspiel des französischen Nationalmannschaftskapitäns Henry im WM-Play-off-Rückspiel gegen Irland erregt weiterhin die Gemüter – und es beschäftigt inzwischen auch die Fifa. Der Fußball-Weltverband will reagieren und bei der WM womöglich fünf Unparteiische pro Spiel einsetzen.
Die Torrichter-Diskussion ist neu entflammt. Henry hatte den 1:1-Ausgleich der Franzosen im Entscheidungsspiel zur Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika gegen Irland in der Nachspielzeit mit der Hand vorbereitet. Durch das Tor qualifizierte sich der Weltmeister von 1998 für die Endrunde 2010 Südafrika. Eine schwerwiegende Fehlentscheidung. Viele glauben, diese hätte durch einen Schiedsrichter neben dem Tor verhindert werden können.
Uefa-Präsident Michel Platini setzt schon jetzt in der Europa League zusätzlich zum Schieds- und Linienrichter je einen Torrichter ein. Diese sollen im Strafraum knappe Torentscheide beurteilen und darüber hinaus helfen, Schwalben oder Handspiele zu aufzudecken. Bislang kann man nicht gerade von einem durchschlagenden Erfolg sprechen, denn auch mit den zusätzlichen Referees gab es einige krasse Fehlentscheidungen.
Dennoch reagiert nun auch die Fifa und beruft eine außerordentliche Sondersitzung des Exekutivkomitees ein. Grund dafür seien nicht nur die Unregelmässigkeiten im Fussball-Wettmarkt, sondern auch die Vorfälle im Zusammenhang mit den Play-offs zur Qualifikation für die WM 2010 in Südafrika. Die Sitzung findet am 2. Dezember in Kapstadt statt. Laut Daily Mail könnte sich Blatter dafür aussprechen, bei der WM auf fünf Schiedsrichter zu wechseln.
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