TV-Pleite des Jahres beim ORF: Österreich blamiert sich - und keiner sieht's
zuletzt aktualisiert: 12.10.2008 - 09:03Düsseldorf (RPO). Es ist die TV-Pleite des Jahres: Das peinliche 1:1 Österreichs in der WM-Qualifikation auf den Färöer Inseln konnte daheim niemand vor dem Fernseher verfolgen. Das ORF hatte nicht das nötige Equipment für die Live-Übertragung.
"Aus Versagen des Vertragspartners kann der ORF ihnen keine Fernseh-Bilder aus Torshavn liefern! Wir informieren sie jetzt in Form einer Radioübertragung." Ein Standbild mit diesem Inhalt und dem Stadion des Gastgebers im Hintergrund waren alles, was die Zuschauer am Samstagabend sehen konnten.
Der internationale Rechteinhaber hatte das nötige Equipment nicht rechtzeitig nach Torshavn eingeflogen. "Den ORF trifft keine Schuld, wir ersuchen Sie um Verständnis und bitten dennoch um Entschuldigung", hieß es später auf der Mattscheibe.
ORF-Informationsdirektor Elmar Oberhauer polterte in der Halbzeit: "In der langen Geschichte der TV-Sportübertragungen habe ich so etwas noch nicht erlebt."
Auch Kommentator Thomas König wird so etwas noch nicht erlebt haben. Er musste von der Partie in Form einer Radio-Reportage berichten - allerdings auch nicht über die gesamte Spielzeit. Den Anpfiff verpasste der Sender um elf Minuten, auch die zweite Halbzeit wurde fünf Minuten zu spät eingeläutet.
Da hatte Färöer bereits das 1:0 erzielt, zum Ausgleich 68 Sekunden später war das ORF dann aber da. Wer dachte, dass das 1:1 des EM-Gastgebers beim Fußballzwerg an Peinlichkeit nicht zu überbieten ist, den belehrte das ORF an diesem Samstagabend eines Besseren.









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