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  Foto: AP, AP
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Frankreichs skandalöse WM-Quali: Sarkozy: "Es tut mir für Irland leid"

zuletzt aktualisiert: 20.11.2009 - 13:18

Brüssel (RPO). Nur durch einen großen Skandal hat sich Frankreich für die WM 2010 in Südafrika qualifiziert. Nach dem 1:1 im Play-off-Rückspiel gegen Irland spricht der französische Staatschef Nicolas Sarkozy den Iren sein Mitgefühl aus.

"Ich habe Irlands Ministerpräsident Brian Cowen erklärt, wie leid es mir für die Iren und ihre Fans tut", sagte Sarkozy am späten Donnerstagabend nach dem EU-Gipfel der Staats- und Regierungschefs in Brüssel.

Frankreich hatte am vergangenen Mittwoch in der Verlängerung ein regelwidriges Tor erzielt. Thierry Henry vom FC Barcelona spielte den Ball vor dem Treffer von William Gallas ganz klar mit der Hand. Der Treffer zählte, Frankreich schaffte durch das 1:1 und dem 1:0-Erfolg im Hinspiel die Qualifikation.

Sarkozy lehnte allerdings entgegen seines bekannten Drangs zur Einmischung in die vielfältigsten Themen eine Intervention beim Weltverband Fifa für ein von den Iren gefordertes Wiederholungsspiel ab: "Man will mich schon wieder als Hyper-Präsidenten darstellen. Bitten Sie mich aber nicht, mich an die Stelle des Schiedsrichters oder des französischen Verbandes oder der internationalen Verbände zu setzen. Lassen Sie mich in der Rolle, die ich habe."

Cowen und Sarkozy hatten am Rande des Gipfels über das Handspiel von Frankreichs Superstar Henry vor dem entscheidenden 1:1 der Grande Nation in der Verlängerung des Play-off-Rückspiels am vergangenen Mittwoch in Paris gesprochen. Cowen sagte allerdings, dass eine Wiederholung der Begegnung kein Gegenstand der Unterhaltung auf höchster politischer Ebene gewesen wäre.

Irlands Verband allerdings stützt seinen angekündigten Protest gegen die Wertung des Matches und seine Forderung nach einer Neuansetzung auf eine Präzedenzfall von 2005 in der Asien-Qualifikation zur WM 2006 in Deutschland.

Irland drängt auf Wiederholung

Vor vier Jahren hatte die Fifa das Play-off-Hinspiel zwischen Usbekistan und Bahrain wiederholen lassen, weil der Schiedsrichter ein Tor der Gastgeber nach einem Strafstoß wegen zu frühen Hereinlaufens von Spielern in den Strafraum zunächst nicht anerkannt und den Elfmeter nicht wiederholen lassen hatte.

Die Fifa stellte am Freitag klar, dass die Partie auf keinen Fall wiederholt wird. "Die Fifa stellt fest, dass das Spielergebnis nicht abgeändert und das Spiel nicht wiederholt werden kann. Wie die Spielregeln eindeutig aussagen, werden während eines Spiels Entscheidungen durch den Schiedsrichter getroffen, und diese Entscheidungen sind endgültig", heißt in einer Fifa-Erklärung.

Frankreichs Nationaltrainer Raymond Domenech zeigte unterdessen keine Verständnis für die internationale Kritik an seinem Team und lehnte ein Wiederholungsspiel kategorisch ab: "Ich kann nicht nachvollziehen, dass wir als Schuldige dargestellt werden. Auf dem Platz habe ich das Handspiel nicht gesehen, erst danach im Fernsehen, und es war ein Fehler des Schiedsrichters. Deswegen kann ich nicht verstehen, warum wir uns entschuldigen sollen. Wir werden nicht Harakiri begehen, weil eine Fehlentscheidung eines Schiedsrichters einmal zu unseren Gunsten ausgefallen ist."

Quelle: SID/seeg

 
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