Die zehn Stadien für die Fußball-Weltmeisterschaft in Südafrika bieten zwischen 42.000 und 94.700 Zuschauerplätze.
Soccer City liegt im Südwesten von Johannesburg und ist das größte Stadion Südafrikas. Hier finden das Eröffnungsspiel und das Finale der WM statt. Die Kapazität wurde für die WM von zuvor 80. 000 auf 94.700 Zuschauer erweitert. In Soccer City fand auch 1990 Nelson Mandelas erste Massenkundgebung nach seiner Freilassung statt. Gleich nebenan ist der Sitz und das neue Hauptquartier des südafrikanischen Fußballverbandes: das SAFA House. Hier trägt die deutsche Mannschaft ihr drittes Vorrundenspiel am 23. Juni gegen Ghana aus.
Das Stadion, benannt nach dem ehemaligen Johannesburger Stadtrat J.D. Ellis, wurde zum zweiten Mal in seiner Geschichte modernisiert. Die Kapazität für die WM beträgt 62.000 Sitzplätze. 1995 wurde hier das Endspiel der Rugby-Weltmeisterschaft ausgetragen. Am 11. April 2001 starben bei einer Massenpanik 43 Fußballfans, die zu Tode getrampelt oder zerquetscht wurden, als die Arena hoffnungslos überfüllt war. Beim Confed Cup im Juni wurden im Ellis Park unter anderem das Eröffnungsspiel und das Finale ausgetragen.
Die Arena in Durban, in der die deutsche Nationalmannschaft ihr Auftaktspiel am 13. Juni gegen Australien bestreitet, bietet 70.000 Zuschauern Platz. Optisch wird das Stadion von zwei großen Stahlbögen geprägt, die das Dach in einer Höhe von etwa 100 Metern überspannen. Die Arena wurde an die Stelle des alten King's-Park-Stadions gesetzt. Dort wurde das erste Länderspiel nach Ende der Apartheid ausgetragen. Im Juli 1992 setzten sich "Bafana, Bafana" im King's Park mit 1:0 gegen Kamerun durch. Im Moses-Mabidha-Stadion findet am 7. Juli 2010 das zweite Halbfinale statt.
In Kapstadt wurde im Vorort Green Point für die WM ein neues Stadion errichtet. Die Arena, die den Namen Green-Point-Stadion trägt, bietet 70.000 Zuschauern Platz. Die Fans werden nur einen Steinwurf vom Ozean entfernt sein, die eindrucksvolle Kulisse der Kapstädter Berge im Hintergrund. Hier wird am 6. Juli das erste Halbfinale ausgetragen.
Das Loftus-Versfeld-Stadion in Pretoria steht im Zentrum der Hauptstadt und bietet 50.000 Sitzplätze. Für die WM waren nur wenige Ausbaumaßnahmen erforderlich. Benannt wurde das Stadion nach Robert Owen Loftus Versfeld, der den organisierten Sport in Pretoria begründet hat. 1995 fanden hier Spiele der Rugby-Weltmeisterschaft statt, 2009 war der Konföderationen-Pokal zu Gast.
Das Stadion in Nelspruit bietet 46.000 Zuschauern Platz. Die Arena liegt rund sieben Kilometer außerhalb des Stadtzentrums. Das Stadion hat seinen Namen von der Kommune, zu der auch die Stadt Nelspruit gehört. Mbombela ist ein Wort aus der Swati-Sprache und bedeutet wörtlich "viele Menschen zusammen auf kleinem Raum".
Der Stadionneubau in Port Elizabeth hat eine Kapazität von 49.500 Zuschauer. Hier trägt die deutsche Nationalmannschaft ihr zweites Gruppenspiel am 18. Juni gegen Serbien aus, auch das Spiel um den dritten Platz wird in Port Elizabeth ausgetragen. Die Baumaßnahmen lagen lange hinter dem Zeitplan, so dass das Nelson-Mandela-Bay-Stadion als Austragungsort für den Konföderationen-Pokal entfiel.
Das Stadion in Polokwane wurde für die WM modernisiert und hat eine Kapazität von 45.000 Plätzen. Benannt ist es nach Peter Mokaba, der während des Apartheid-Regimes als politischer Aktivist in Erscheinung trat. Er wurde in Polokwane geboren und wuchs dort auf.
Das Stadion in Rustenburg wurde benannt nach dem Volk der Bafokeng, die im Gebiet rund um Rustenburg leben. 1999 gewannen die Bafokeng einen Rechtsstreit, der ihnen einen Anteil von 20 Prozent des der nicht unerheblichen Platinvorkommen zusichert, die auf ihrem historischen Stammesgebiet gefördert werden. Das Stadion wird zur WM über 42.000 Sitzplätze verfügen und ist damit die kleinste Arena der WM.
Das Stadion in Bloemfontein wurde 1952 erbaut. Für den Confed-Cup und die Weltmeisterschaft wurde es ausgebaut, so dass es über rund 45.000 Sitzplätze verfügt. In diesem Stadion wurden bei der Afrikameisterschaft 1996 und beim Rugby World Cup 1995 bereits Gruppen- und Viertelfinalspiele ausgetragen. Außerdem trägt der Erstligaklub Bloemfontein Celtics hier seine Heimspiele aus.