1. Bundesliga 17/18
| 14.45 Uhr

Kölner Geschäftsführer tritt nach
Wehrle von Schmadtkes Abgang "menschlich enttäuscht"

1. FC Köln: Alexander Wehrle von Jörg Schmadtke menschlich enttäuscht
Jörg Schmadtke und Alexander Wehrle 2016 bei der Mitgliederversammlung. FOTO: dpa, mjh fdt
Köln. Finanzchef Alexander Wehrle vom Bundesligisten 1. FC Köln hat sich gut zwei Monate nach der Trennung von Jörg Schmadkte zu der Personalie geäußert und seinen früheren Kollegen in der Geschäftsführung kritisiert.

Schmadtkes Vertrag war auf seine Initiative hin Ende Oktober in beiderseitigem Einvernehmen aufgelöst worden. Der in der Kritik stehende Manager hatte damit einen Impuls setzen wollen, doch das Bundesliga-Schlusslicht rutschte danach noch tiefer in die Krise. "Jörg weiß, dass ich wollte, dass er weitermacht. Mit seinem Schritt hat er mich auch menschlich enttäuscht", sagte Wehrle dem "Kölner Stadt-Anzeiger".  Alles Weitere gehöre nicht in die Öffentlichkeit. "Das teile ich ihm direkt mit. Und das werde ich tun."

Auch den als Schmadtke-Nachfolger gehandelten Horst Heldt kritisierte Wehrle. "Horst Heldt hat uns vermittelt, dass er zu 100 Prozent zu uns will und auch kommt. Er hat es nicht durchgehalten. Dennoch habe ich es mir angelastet", sagte der Geschäftsführer Finanzen. Köln wollte den Sportdirektor von Hannover 96 abwerben, doch der Deal kam nicht zustande. 

Jörg Schmadtke: Torwart, Manager, Düsseldorfer FOTO: dpa, geb jhe ljm

Schon bei der Vorstellung von Armin Veh, der schließlich neuer Sportchef in Köln wurde, hatte Wehrle gegen Heldt geschossen. "Eins muss ich klarstellen für alle Ewigkeit: Am Tag der Trennung von Jörg Schmadtke habe ich einen Anruf von einem Vertrauten von Horst Heldt bekommen, den ich auch sehr gut kenne", sagte Wehrle Anfang Dezember. "Er sagte mir: "Pass auf, Alex, Horst würde mit dem Fahrrad nach Köln kommen." Da habe ich gesagt: "Er soll schon mal seine Reifen aufpumpen."" Heldt hatte dagegen betont, der Kontakt sei von einem Headhunter ausgegangen.

Der 1. FC Köln steht nach der schlechtesten Hinrunde der Vereinsgeschichte mit nur sechs Punkten abgeschlagen am Tabellenende. "Im Nachhinein hätten wir intern viel mehr über einige Entscheidungen diskutieren müssen, vor allem über Transfer-Entscheidungen", sagte Wehrle und gestand auch eigene Fehler ein.

(areh)
 
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