1. Bundesliga 16/17
| 17.14 Uhr

Terror in Paris
FC diskutiert über Einsatz des Karnevalstrikots gegen Mainz

Fotos: Köln präsentiert neues Karenvalstrikot
Fotos: Köln präsentiert neues Karenvalstrikot FOTO: dpa, ve nic
Köln. Am 11.11. um 11.11 Uhr hat die neue Session begonnen. Mittendrin: Bundesligist 1. FC Köln. Im Training liefen die Profis des Bundesligisten verkleidet auf den Platz, der Trainingsinhalt war eher uneffektiv. Im Heimspiel gegen Mainz wollte der FC eigentlich seine neuen Karnevalstrikots präsentieren – nach den Anschlägen in Paris am vergangenen Freitag denken die Verantwortlichen nun noch einmal über dieses Vorhaben nach.

Bei der Klausurtagung des Klubs am Montag und Dienstag soll darüber entschieden werden, ob die Profis gegen Mainz in dem Sondertrikot, das an eine Offiziersuniform der Roten Funken erinnert, auflaufen. Das berichtet der "Express".

Die hässlichsten Trikots aller Zeiten FOTO: Twitter/TheScore

"Auf der einen Seite steht Köln, steht der FC für Karneval und Frohsinn, und wir bekennen uns ohne Wenn und Aber dazu. Das ist unser Ding. Also fragt man sich: Beugen wir uns da irgendwo vor den Terroristen, wenn wir das jetzt sein lassen", wird FC-Sportdirektor Jörg Schmadtke im "Express" zitiert. "Ist es angebracht, eine Woche nach so einem traurigen Ereignis so einen Klamauk zu machen?", fragt Schmadtke weiter. Die Frauenmannschaft des 1. FC Köln trug das Karnevalstrikot am Sonntag beim 1:1 gegen die TSG Hoffenheim.

Auch Geschäftsführer Alexander Wehrle ist sich nicht sicher, ob der FC das Trikot gegen Mainz tragen soll oder nicht. "Wir werden uns in den nächsten Tagen darüber unterhalten. Am Mittwoch werden wir dann mit den Spielern sprechen – und dann eine Entscheidung treffen", sagte Wehrle.

Heißt: Sollten die Spieler das Trikot aufgrund der Terroranschläge im Herzen von Paris, die Nationalspieler Jonas Hector hautnah miterlebte, nicht tragen wollen, werden sie auch nicht dazu gezwungen. Mit einer Entscheidung pro Karnevalstrikot würde der FC allerdings ein weiteres deutliches Zeichen setzen.

Hector hat die Ereignisse von Paris gut verkraftet. "Ich habe mit Jonas gesprochen, und er macht einen stabilen Eindruck", wurde FC-Chefcoach Peter Stöger am Montag auf der Vereins-Homepage zitiert.

Hector verzichtete wegen einer Oberschenkelprellung auf das Training. Dagegen kehrten Yannick Gerhardt (Fußprellung), Kazuki Nagasawa (Infekt) und Leonardo Bittencourt (Prellung) zurück.

(seeg)
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