1. Bundesliga 17/18
| 08.58 Uhr

Stürmer bleibt zu Hause
Köln fliegt ohne Modeste ins Trainingslager

Die nervigsten Transfer-Hickhacks der vergangenen Jahre
Die nervigsten Transfer-Hickhacks der vergangenen Jahre FOTO: dpa, gki
Köln. Der Transfer von Anthony Modeste vom Bundesligisten 1. FC Köln zum chinesischen Erstligisten Tianjin Quanjian steht offenbar unmittelbar bevor. Der französische Torjäger wurde am Sonntag von den Geißböcken für das anstehende Trainingslager in Bad Radkersburg freigestellt.

Das gaben die Kölner offiziell bekannt. "Der Stürmer wurde freigestellt, damit er sich mit seiner Zukunftsplanung beschäftigen und über seine Karriere nachdenken kann", schrieben die Kölner und kündigten an, sich zum Vorgang nicht weiter äußern zu wollen, solange es keine endgültige Klärung gibt.

Laut "Bild"-Zeitung weigerte sich Modeste, den vorgelegten Auflösungsvertrag zu unterschreiben. Angeblich verlangte er, dass der FC in Zukunft mögliche Steuer-Risiken in China übernehmen sollte. Davon wollte Manager Jörg Schmadtke (53) aber offenbar nichts wissen.

Das Testspiel am Sonntagabend in Österreich beim Viertligisten Grazer AK nutzte ein anderer Stürmer, um sich vorzustellen: Jhon Cordoba, für 17 Millionen Euro vom FSV Mainz 05 gekommen, traf beim 10:1 (4:1) doppelt.

Modeste erschien am Sonntagmittag am Geißbockheim und hatte einen Koffer dabei. Nach Informationen des Express befand sich der 29-Jährige in Begleitung von zwei Anwälten, die ihn ins Gebäude begleiteten.

Am vergangenen Donnerstag hatte es Medienberichte gegeben, wonach der Transfer für 35,7 Millionen Euro nach langem Poker nach China perfekt sei. Manager Jörg Schmadtke betonte allerdings, dass noch nichts unterschrieben sei. Modestes Vertrag in Köln hat noch eine Laufzeit bis 2021; es gibt keine Ausstiegsklausel.

(sid)
 
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