1. Bundesliga 17/18
| 16.46 Uhr

Schon vor Entlassung in Berlin
Köln soll Keller vor Wochen kontaktiert haben

Fotos: Jens Keller – Ex-Trainer von Union Berlin
Fotos: Jens Keller – Ex-Trainer von Union Berlin FOTO: afp, ODD ANDERSEN
Köln. Laut eines Medienberichts soll der 1. FC Köln schon vor rund drei Wochen Kontakt zu Jens Keller aufgenommen haben. Damals war Keller noch Trainer bei Union Berlin - und die Kölner selbst hatten noch einen Coach.

Der 1. FC Köln soll Trainer Jens Keller bereits vor längerer Zeit wegen eines Trainerjobs in der Domstadt kontaktiert haben - das berichtet "Sky Sports News". Demnach hätten die Domstädter den gebürtigen Stuttgarter schon vor drei Wochen angesprochen. Keller soll das Angebot jedoch abgelehnt und die Berliner Vereinsführung darüber informiert haben. Am Montag wurde Keller in Berlin überraschend entlassen.

Auch Thomas Eichin hatte Keller als Kandidat für die Stöger-Nachfolge ins Spiel gebracht. "Ich könnte mir schon vorstellen, dass darüber gesprochen wird, denn so viele geeignete Trainer sind nicht auf dem Markt", sagte der ehemalige Bremer Manager Thomas Eichin bei "Sky90". Der ehemalige Bundesliga-Profi ist seit August Geschäftsführer der Beraterfirma SAM Sports, die Keller vertritt.

Der erste Bundesliga-Meister Köln hatte am Sonntag die Trennung von Stöger, die bereits am Freitag beschlossen worden war, bekannt gegeben. Zurzeit werden die Geißböcke vom bisherigen U19-Coach Stefan Ruthenbeck betreut, der bis zur Winterpause die Verantwortung tragen soll. Parallel dazu suchen allerdings die Kölner einen Nachfolger als Cheftrainer.

Keller bestritt als Aktiver zwischen 2000 und 2002 55 Bundesligaspiele für die Kölner. Als Ex-Coach von Schalke 04 bringt er auch Erstliga-Erfahrung mit. Eichin: "Er ist ein gefragter Trainer. Schon vor der Entlassung haben sich einige Bundesligisten nach ihm erkundigt. Schaun wir mal, was passiert." Auch nach SID-Informationen soll es bereits vor einiger Zeit Kontakt zwischen Köln und Keller gegeben haben.

Die Trennung von Keller bei Eisern Union hatte auch Eichin, langjähriger Geschäftsführer des achtmaligen deutschen Eishockey-Meisters Kölner Haie, total überrascht: "Ich glaubte an einen Scherz. Vor einigen Wochen saßen wir noch zusammen, um die Verlängerung in der Winterpause perfekt zu machen."

(tsp/sid)
 
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