1. Bundesliga 16/17
| 13.40 Uhr

Meisterschalen und Gesänge im Kölner Stadion
Schmadtke: "Das gehört zur selbstironischen Art"

Das ist Jörg Schmadtke
Das ist Jörg Schmadtke FOTO: dpa, geb jhe ljm
Düsseldorf. Sportdirektor Jörg Schmadtke vom Bundesligisten 1. FC Köln glaubt nicht, dass die Fans des FC aufgrund des derzeitigen sportlichen Höhenflugs abheben werden. "Zuletzt habe ich im Stadion viele Meisterschalen gesehen. Ich glaube, 90 Prozent der Leute machen das aus einer Selbstironie heraus", sagte Schmadtke vor dem Pokalspiel gegen 1899 Hoffenheim (20.45 Uhr/Live-Ticker) am Mittwochabend im Gespräch mit Spox.com.

In Köln wisse man um die eigenen Möglichkeiten und Grenzen. "Wir machen 100 Millionen Euro Umsatz und es gibt es Mitbewerber, die 100 Millionen für ihre Mannschaft ausgeben. Das ist ein Ungleichgewicht", sagte der ehemalige Bundesliga-Torhüter. Die internationalen Plätze seien deshalb "eigentlich besetzt mit den wirtschaftlich stärksten Klubs".

Ziel des 1. FC Köln, der derzeit auf Platz fünf der Tabelle steht, sei daher "der Beste des Rests" zu sein. Schmadtke: "Wir sind letztes Jahr Neunter geworden und wollen diesen Platz bestätigen." Fangesänge wie "deutscher Meister FC" interpretiert er als "lebenslustige, selbstironische Kölner Art" und glaubt nicht, dass deswegen "jemand abhebt".

Über das gute Verhältnis zu Trainer Peter Stöger, mit dem Schmadtke seit 2013 gemeinsam erfolgreich in Köln arbeitet, sagte der 52-jährige FC-Manager: "Wir haben beide ein Verständnis für den Job des anderen. Peter war einmal Sportdirektor, ich habe mal als Trainer angefangen."

Der Österreicher Stöger versprühe Lebensfreude, lasse sich aber nicht euphorisieren und sei zudem sehr bodenständig. "Vielleicht war es auch wichtig, dass jemand aus Österreich hier nach Köln kommt, um alles ein bisschen auf Normalmaß herunterzubringen."

(seeg/sid)
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