1. Bundesliga 16/17
| 13.27 Uhr

Frust beim 1. FC Köln
Stöger ärgert sich über Häme der Fans gegen Vogt

Porträt: Peter Stöger: Wiener, Kölner, Karnevals-Fan
Porträt: Peter Stöger: Wiener, Kölner, Karnevals-Fan FOTO: dpa, ve tmk
Köln. Vier Heimniederlagen in Folge, Rot für den seit Wochen besten Spieler und Ärger über Fan-Häme gegen Kevin Vogt: Den Klassenerhalt hat der 1. FC Köln nach einem missratenen Derby-Wochenende noch nicht sicher, Grund für Panik sehen die Verantwortlichen aber nicht.

"Ich werde nicht in Hysterie verfallen", sagte Trainer Peter Stöger, der trotz der 0:2-Niederlage gegen Bayer Leverkusen in seinen 50. Geburtstag am Montag reinfeierte.

"Ich werde noch einige Zeit Trainer sein, noch einige Spiele verlieren und einige gewinnen", sagte der Österreicher: "Aber 50 werde ich nur einmal. Deshalb werde ich das ein oder andere Kölsch trinken. Auch wenn es mit einem 2:0 schöner gewesen wäre."

"Wir haben einen wachsamen Blick auf die Situation, nicht mehr und nicht weniger", betonte auch Sportchef Jörg Schmadtke angesichts von sechs Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz und fünf noch ausstehenden Spielen. Zudem ist der FC nach vier Heimniederlagen in Folge nur noch eine weitere Niederlage von seinem Vereins-Negativrekord aus dem Jahr 2001 entfernt.

Keine Ermittlungen gegen Mladenovic

Richtig auf die Stimmung drückten aber letztlich nur der Platzverweis von Leonardo Bittencourt und der hämische Applaus der Fans für Vogt. "Das sind Dinge, die wir nicht wollen. Und das ist auch nicht das Spiegelbild unserer Mannschaft", sagte Stöger zum Platzverweis Bittencourts, der nach einer Grätsche gegen Admir Mehmedi in der sechsten Minute der Nachspielzeit Rot gesehen hatte und für drei Spiele gesperrt wurde.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) wird derweil keine Ermittlungen gegen Defensivspieler Filip Mladenovic einleiten. Nach Angaben des DFB liegen gemäß der Rechts- und Verfahrensordnung "die Voraussetzungen für ein krass sportwidriges Verhalten nicht vor". Mladenovic hatte in der hektischen Nachspielzeit des Derbys von Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) unbemerkt seinen Gegenspieler Wendell geschlagen. Dieser würgte Mladenovic daraufhin und sah die Gelb-Rote Karte.

Die Häme gegen Vogt findet der Österreicher "unfair" und "nicht nachvollziehbar". Bei diesem Thema sei er sehr sensibel, sagte Stöger: "Wir sind eine Mannschaft, die die Unterstützung bedingungslos braucht, egal wer spielt. Wir nehmen das alle geschlossen zur Kenntnis. Wenn man Fehler macht und unterstützt wird, hilft das mehr, als wenn versucht wird, jemanden aus dem Spiel zu ekeln."

 

(areh/sid)
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