1. Bundesliga 17/18
| 11.13 Uhr

1. FC Köln
Platzt der Modeste-Transfer nach China?

Das ist Anthony Modeste
Das ist Anthony Modeste FOTO: afp, PST/DG
Tianjin. FC-Torjäger Anthony Modeste soll Medienberichten zufolge auf dem Sprung zum chinesischen Fußballklub Tianjin Quanjian sein. Dieser kann die Verpflichtung noch nicht bestätigen.

"Wir haben noch keine Informationen erhalten, die wir veröffentlichen können", sagte Lan Qing, der Pressesprecher des Vereins am Dienstag auf dpa-Anfrage. Auch der 1. FC Köln wollte den bevorstehenden Transfer noch nicht vermelden. "Es geht in die Richtung, finalisiert ist es allerdings noch nicht", sagte Geschäftsführer Jörg Schmadtke am Dienstagmorgen dem "kicker".

Wie die "Bild" vorher berichtet hatte, soll der Transfer des Top-Torjägers aber schon perfekt sein. Die Vereinsführung des Bundesligisten soll demnach die Klubgremien bereits über den bevorstehenden Wechsel des 29-Jährigen informiert haben. Modeste demnach soll einen Vertrag bis 2020 unterzeichnen und rund zehn Millionen Euro jährlich verdienen. Eine Bestätigung dafür gab es vorerst nicht.

Zuletzt hatte FC-Manager Jörg Schmadtke jedoch ein konkretes Angebot für den Franzosen bestätigt. "Es ist uns mündlich vorgetragen worden, wir haben das Angebot der Chinesen aber als inakzeptabel zurückgewiesen", war Schmadtke vom "Kölner Stadt-Anzeiger" zitiert worden. Laut "Bild" soll die aktuelle Offerte von Quanjian bei über 35 Millionen Euro liegen. 

In der chinesischen Super League ist das Transferfenster seit Montag geöffnet. Inzwischen werden allerdings auch die finanzstarken chinesischen Klubs vom eigenen Verband eingeschränkt. Damit der Markt nicht überhitzt, müssen Klubs, die bereits in den Roten Zahlen sind und trotzdem mehr als umgerechnet 5,9 Millionen Euro für einen ausländischen Spieler ausgeben, eine Zahlung in gleicher Höhe in eine Stiftung zu Gunsten des chinesischen Nachwuchsfußballs einzahlen. Dass die chinesischen Vereine nicht unbegrenzt investieren wollen, zeigt das offenbar abgeklungene Interesse von Tianjin an BVB-Stürmer Pierre-Emerick Aubameyang. Die kolportierte Ablösesumme von 70 Millionen Euro war dem Klub wohl zu hoch.

(dpa/sid)
 
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