1. Bundesliga 17/18
| 13.40 Uhr

Karnevalstraining in der Domstadt
Köln trainiert als Champions-League-Sieger

Köln feiert Karneval im Training
Köln feiert Karneval im Training FOTO: dpa, ve tba
Köln. Am 11.11. herrscht in Köln Ausnahmezustand. Auch das Training des Bundesligisten 1. FC Köln ist dann immer etwas Besonderes. In diesem Jahr haben sich die Spieler als Champions-League-Sieger fühlen dürfen. Am Geißbockheim erklang die Hymne und der imaginäre Pokal wurde übergeben.

Immer am 11. November steht beim 1. FC Köln das jeckste Training des Jahres auf dem Programm. Auch am Freitag herrschte Karnevalsstimmung am Geißbockheim. Und wie. Vor Beginn des Trainings um 9 Uhr trugen die Betreuer den Champions-League-Pokal auf den Platz, zu den Klängen der Hymne wurde er an Kapitän Matthias Lehmann überreicht, der auch gleich einen Schluck nahm. Peter Stöger und sein Trainerstab erschienen in Anzügen, wie sie die Trainer bei echten Champions-League-Spielen tragen sollen.

"Professionell gelangweilt" verfolgte Stöger mit seinen Assistenz-Trainern die Einheit, wie der Verein mitteilte. Zu typischen Karneval-Gassenhauern trainierte die Mannschaft "leichte Passfolgen und Spielformen". Ein Getränk durfte auf dem Rasen nicht fehlen: Kölsch. Stöger verteilte aus einem Kölschkranz gefüllte Gläser.

Mit dieser Aktion beweist der FC viel Selbstironie. Nach dem starken Saisonstart wurde Köln bereits in den europäischen Wettbewerb geschrieben, obwohl der Verein selbst ruhig bleibt und davon (noch) nichts wissen will. Nach zehn Spieltagen rangieren die Geißböcke auf Rang sechs, auf den ersten Champions-League-Rang hat der FC lediglich zwei Zähler Rückstand.

In der vergangenen Saison war Stöger am 11.11. als Schiedsrichter verkleidet – eine Anspielung auf die kritischen Entscheidungen der Unparteiischen gegen den 1. FC Köln in der abgelaufenen Spielzeit. Die Spieler trugen damals Pappnasen und Handballtrikots. Tore durften nur per Hand erzielt werden – ein Seitenhieb an den damaligen Ligakonkurrenten Hannover 96. Im Hinspiel der beiden Klubs am neunten Spieltag hatte Hannovers Leon Andreasen seiner Mannschaft durch ein regelwidriges Tor mit dem Oberarm den 1:0-Sieg beschert.

Nach der Trainingseinheit am Freitag schlüpfte die Mannschaft in bunte Kostüme. "Achtung, falls ihr heute Powerranger oder Superman in der Stadt trefft", twitterte der Verein zum passenden Foto.

(seeg)
 
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