1. Bundesliga 16/17
| 10.07 Uhr

Karneval in Köln
Stöger macht ernst: FC trainiert absichtliches Handspiel

Fotos: Kölner Profis trainieren kostümiert
Fotos: Kölner Profis trainieren kostümiert
Köln. Die Profis des 1. FC Köln waren am Mittwoch früh auf den Beinen. Schon um 9 Uhr stand das Mannschaftstraining auf dem Programm. Trainingsinhalte: Tore mit der Hand erzielen und Kölsch trinken.

 

Der Grund für den frühen Trainingsbeginn: Pünktlich zum Sessionsbeginn wollten die Profis des Bundesligisten um 11.11 Uhr in der Stadt sein. Doch schon vorher war die Mannschaft von Trainer Peter Stöger in Karnevalsstimmung. Bekleidet mit Mützen und Pappnasen erschienen die Spieler auf dem Trainingsplatz. Dort absolvierten die Profis nach einem lockeren Aufwärmprogramm ein Trainingsspiel. Der Auftrag: Tore durften nur mit der Hand erzielt werden.

Stöger hatte schon in der vergangenen Woche angekündigt, dass der FC sich in Zukunft umstellen werde. "Hand wird in Köln etwas anders bewertet. Darauf werden wir uns einstellen und bald auch etwas mehr mit der Hand spielen", hatte der Österreicher nach dem 0:0 gegen 1899 Hoffenheim gesagt. Hintergrund: Köln hatte gegen Hannover 96 wegen eines Tores von Leon Andreasen verloren, das der Däne klar mit der Hand erzielt hatte. Gegen Hoffenheim übersah der Schiedsrichter ein Handspiel von TSG-Profi Tobias Strobl im eigenen Strafraum.

Die ungewöhnlichen Trainingsmethoden entgingen auch der Konkurrenz nicht. Hannover 96 reagierte via Twitter umgehend und mit der für den Handballmeister der Herzen angemessenen Arroganz: "Das können wir aber besser." Die Niedersachsen dürfen sich aber auf stark verbesserte Kölner einstellen, wenn es in der Rückrunde ein Wiedersehen gibt. "Wir trainieren schon für das Rückspiel", antwortete der Kölner Twitter-Account.

Die sind doch nicht ganz dicht

Nach dem Training ging es für die Mannschaft weiter zum Feiern in die Stadt. "Wir werden uns nicht so sehr verkleiden, dass man uns nicht erkennt. Ich gehe davon aus, dass die Leute uns erkennen und die, die uns mögen, können uns ansprechen, und die, die uns nicht so sehr mögen, die stehen hoffentlich irgendwo anders", sagte Stöger, der nun zum dritten Mal die fünfte Jahreszeit in Köln erlebt. "Wenn man sich das von außerhalb anschaut, dann denkt man wahrscheinlich, die sind doch nicht ganz dicht, aber wenn man mittendrin ist, dann hat das schon was", sagte der Österreicher.

(areh)
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