1. Bundesliga 17/18
| 14.39 Uhr

Modeste scheint zu bleiben
"Der 1. FC Köln ist und bleibt meine Heimat"

Die nervigsten Transfer-Hickhacks der vergangenen Jahre
Die nervigsten Transfer-Hickhacks der vergangenen Jahre FOTO: dpa, gki
Köln. Torjäger Anthony Modeste hat die Verantwortlichen des Bundesligisten 1. FC Köln kritisiert, aber dennoch einen Verbleib in der Domstadt in Aussicht gestellt.

"Der 1. FC Köln ist und bleibt meine Heimat, unabhängig von den handelnden Personen", sagte der 29-Jährige der Bild am Sonntag. Am Montag werde er zum Trainingsauftakt des Europa-League-Teilnehmers erscheinen und "wie immer gut gelaunt sein".

Der Umgang der Kölner Verantwortlichen mit ihm habe Modeste aber nicht gefallen. "Man hatte mich vor dem Saisonende nicht zu den offiziellen Foto-Aufnahmen für die Präsentation der neuen Trikots eingeplant. Meine Erfahrung im Fußball hat mir da gesagt, dass man mich verkaufen will", sagte Modeste weiter. Er habe zuvor sogar mit dem Gedanken gespielt, bis zu seinem Karriereende in Köln zu spielen.

Eine Sichtweise, die Jörg Schmadtke nicht teilen kann. "Wer die ganze Geschichte rund um die China-Pläne rekapituliert, der wird merken, dass das alles so nicht stimmen kann, wie Tony das jetzt erklärt", sagte Kölns Sportchef dem "Express". Für Gesprächsstoff ist am Montag also definitiv gesorgt.

Am vergangenen Mittwoch hatten die Kölner die Verhandlungen mit dem chinesischen Erstligisten Tianjin Quanjian über einen Wechsel des Franzosen abgebrochen. Der Stürmer hätte den Geißböcken eine Rekordablöse von 35 Millionen Euro bescheren können. Lange Zeit schien der Transfer auf einem guten Weg, doch Modestes Berater hatten eine zusätzliche Bonuszahlung gefordert. Diese wollte der FC aber nicht übernehmen.

Einen Medizincheck bei Tianjin Quanjian dementierte Modeste allerdings, er sei nur nach China geflogen, um "die Dinge mit eigenen Augen zu sehen". Er habe aber "zu keinem Zeitpunkt gebeten, gehen zu können. Hat irgendjemand gehört, dass ich gesagt habe, dass ich weg will? Niemals!"

(sid)
 
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