1. Bundesliga 16/17
| 07.46 Uhr

0:0 gegen Mainz
Köln vor dem Tor zu harmlos

Fotos: Köln - Freiburg
Fotos: Köln - Freiburg FOTO: dpa, ve jai
Köln. Beim 0:0 gegen Mainz zeigt sich die Schwäche des Stöger-Teams. In einer unspektakulären Partie gibt es wenige Höhepunkte. Von Eckhard Czekalla

Als der Mainzer Jairo Samperio an der Mittellinie den Ball vertändelt und Kölns Matthias Lehmann seinen Mitspieler Philipp Hosiner auf die Reise schickt, hätte es für den Gastgeber ein perfekter Nachmittag werden können. Doch der Österreicher schießt am Tor vorbei. Da waren gerade mal sieben Minuten gespielt.

Unmittelbar nach der Pause trifft Anthony Modeste, der nun seit 495 Minuten auf seinen sechsten Bundesligatreffer wartet, nur den Pfosten des Mainzer Tores. Wenig später rettet der erblondete Gästeschlussmann Loris Karius gegen Leonardo Bittencourt. Höhepunkte einer Partie, die wenig Spektakuläres geboten hat.

Da auch die Gäste, die ihre Defensivaufgaben nahezu perfekt erledigen und den Kölner Kollegen wenig Raum zur Entfaltung lassen, im Angriff auch wenig Produktives zustande bekommen, bleibt es beim 0:0. "Die Mainzer haben sich schon früh darauf beschränkt, einen Punkt mitzunehmen", sagt Kölns Schlussmann Timo Horn, der einen ruhigen Nachmittag erlebt.

"Wir belohnen uns zu wenig für unseren Aufwand", stellt FC-Coach Peter Stöger nach dem Abpfiff fest. "Wir haben es versäumt, unseren Derbysieg zu vergolden", betont Abwehrchef Dominic Maroh, der beim 2:1-Sieg in Leverkusen beide Tore erzielt hatte. Dennoch ist man zufrieden beim Bundesligisten, wenngleich die Fans nach dem vierten Heimspiel ohne Sieg, dazu das dritte in Folge ohne eigenen Treffer, dies nicht ganz teilen.

"Wir sind in unserer Entwicklung einen Schritt weiter", sagt Trainer Stöger. "Wenn Gegner wie Mainz und Hoffenheim hier mit einem Punkt zufrieden sind, zeigt dies, dass wir auf dem richtigen Weg sind." Die Bilanz stimmt. 19 Punkte nach 13 Spieltagen, so viele hatte man als Aufsteiger in der vergangenen Saison erst nach den 17 Partien der Hinrunde. "Wir müssen im Strafraum zielstrebiger sein", nennt Stöger die größte Schwäche seines Teams, das dennoch Kontakt zu den Europacup-Plätzen hat. Zum ganz großen Glück fehlt den Kölnern derzeit "Knipser".

Quelle: RP
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