1. Bundesliga 16/17
| 11.09 Uhr

Köln-Kapitän im Interview
Lehmann: "Für die Fans nicht so wichtig wie gegen Gladbach"

Matthias Lehmann: "Irgendwann fallen die Treffer ganz automatisch"
FC-Kapitän Matthias Lehmann muss am 12. Spieltag mit seinen Kölnern im Nachbarschaftstreffen bei Bayer Leverkusen antreten. FOTO: dpa, fg hak
Köln. Wolfgang Overath, Heinz Flohe, Lukas Podolski – Matthias Lehmann (32) hat große Vorgänger als Kapitän des 1. FC Köln. Im Unterschied zu diesen Künstlern ist der Mittelfeldspieler eher der Typ Handwerker. Und Hände spielten zuletzt in den FC-Partien eine große Rolle. Am Samstag (15.30 Uhr/Live-Ticker) treten die Kölner im Nachbarschaftstreffen bei Bayer Leverkusen an. Von Martin Beils

Haben Sie mit Ihrer Mannschaft im Training Handball gespielt?

Lehmann Das machen wir eigentlich immer im Abschlusstraining. Ich bin aber kein besonders guter Handballer, da sind andere besser.

Nachdem zuletzt zwei gravierende Handspiele bei Ihren Gegnern nicht gepfiffen worden sind, hat Trainer Peter Stöger im Spaß angeregt, mehr Handball im Training spielen zu lassen.

Lehmann Normalerweise, so sagt man zumindest, gleichen sich Fehlentscheidungen dieser Art im Lauf der Saison aus. Aber zuletzt war es doch ein bisschen arg. Da müsste in den nächsten Wochen schon einiges passieren, damit sich das ausgleicht.

Sind Sie für den Videobeweis?

Lehmann Es ist nicht unsere Sache als Spieler, darüber zu entscheiden. Aber ich fände es gut, wenn zumindest alle Möglichkeiten in Erwägung gezogen würden. Das Experiment in den Niederlanden, wo ein Extraschiedsrichter das Spiel aus einem TV-Übertragungswagen verfolgt und dem Schiedsrichter auf dem Platz gegebenenfalls Informationen gibt, halte ich für interessant.

In den vergangenen vier Pflichtspielen hat Ihre Mannschaft kein Tor erzeilt. Kommt man da in eine Negativspirale, denkt vielleicht zu viel nach?

Lehmann Nein, das passiert nicht. Wir spielen uns ja genügend Torchancen heraus. Das ist das Wichtigste. Irgendwann fallen die Treffer dann automatisch. Am besten schon in Leverkusen. Dieses Spiel ist für uns und unsere Fans ja von besonders großer Bedeutung, auch wenn es für die Fans nicht ganz so wichtig ist wie die Begegnungen mit Borussia Mönchengladbach.

Was gibt Ihnen die Hoffnung, dass es nicht wieder eine 1:5-Niederlage wie in der vergangenen Saison gibt?

Lehmann: Es geht wieder bei 0:0 los. Man muss aber leider auch sagen, dass wir im Vorjahres-Spiel unglückliche Schiedsrichterentscheidungen gegen uns hatten.

Sie haben die Führung mit einem Foulelfmeter erzielt, den sie selbst herausgeholt hatten

Lehmann Leverkusens Torwart Bernd Leno hat für das Foul Gelb gesehen und hätte nach einem weiteren Foul an Anthony Ujah Gelb-Rot bekommen müssen. Hat er aber nicht. Wir führten zu dem Zeitpunkt mit 1:0, und es hätte einen weiteren Elfmeter geben müssen.

Sie haben zuletzt gesagt, dieses FC-Team sei die beste Mannschaft, in der sie je gespielt haben.

Lehmann Nicht ganz. Ich habe gesagt, dass das die Mannschaft mit dem größten Potenzial ist, in der ich je gespielt habe. A-Nationalspieler, Junioren-Nationalspieler, Auslands-Erfahrung – da steckt einiges in unserer Mannschaft drin. Ich sehe uns auf einem sehr guten Weg, unser Ziel zu erreichen: nämlich uns in der Bundesliga zu etablieren. Unser Ziel lautet "41+", also mindestens ein Punkt mehr als in der vergangenen Saison.

Zuletzt blieben aber die Erfolge aus. Wirkt es nicht, na ja, seltsam, wenn die Mannschaft in Leverkusen verlieren sollte, dass sie dann im nächsten Spiel gegen Mainz im Karnevalstrikot antritt?

Lehmann Das Karnevalstrikot passt gut zu unserem Verein, der sich ja zum Kölner Brauchtum bekennt. Es ist das dritte Jahr, in dem wir ein Karnevalstrikot tragen, also fast schon Tradition. Und außerdem bringt der Verkauf ja zusätzliche Einnahmen. Natürlich wäre eine hohe Niederlage im Vorfeld mit vielen Gegentoren nicht positiv für die Stimmung, aber das wird nicht passieren.

Quelle: RP
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