1. Bundesliga 17/18
| 07.44 Uhr

FC-Vorstand meldet sich zu Wort
"Schmadtke wollte Stöger nicht entlassen"

Jörg Schmadtke: Torwart, Manager, Düsseldorfer
Jörg Schmadtke: Torwart, Manager, Düsseldorfer FOTO: dpa, geb jhe ljm
Köln. Der Vorstand des 1. FC Köln hat die Hintergründe der Trennung von Manager Jörg Schmadtke erläutert. Entgegen anderslautender Berichte habe dieser zu keinem Zeitpunkt die Entlassung von Trainer Peter Stöger gefordert.

"Dass Unwahrheiten wie die oben genannte exklusiv als 'Die Wahrheit …' verkauft werden, das können wir bei allem Verständnis für die Herausforderungen einer aktuellen Berichterstattung unter Zeitdruck nicht nachvollziehen", heißt es in einem Schreiben des Präsidiums an die Vereinsmitglieder, das Präsident Werner Spinner und die Vizepräsidenten Toni Schumacher und Markus Ritterbach unterzeichnet haben.

Vielmehr habe Schmadtke auf ein gemeinsames Gespräch gedrängt, in dem Vorstand und Manager die verfahrene sportliche Situation ausgiebig analysiert hätten. Obwohl dies vor dem Gespräch keineswegs beabsichtigt gewesen sei, soll in dieser Unterhaltung schließlich auf beiden Seiten die Entscheidung gereift sein, Schmadtkes Vertrag einvernehmlich aufzulösen.

Spekulationen, dass Schmadtke eine Entlassung Stögers angeregt habe, um einen Impuls im Abstiegskampf zu senden, weist das Präsidium entschieden zurück. "Es hat in unseren Gesprächen keine Kontroversen über die personellen Strukturen beim FC gegeben. Jörg Schmadtke hat insbesondere nie die Entlassung von FC-Cheftrainer Peter Stöger gefordert, weder intern noch extern. Genauso wenig haben Vorstand, Gemeinsamer Ausschuss oder Aufsichtsrat die Entlassung von Peter Stöger gefordert. Die Frage 'Schmadtke oder Stöger' hat sich für uns – in welcher Konstellation auch immer – zu keinem Zeitpunkt gestellt", heißt es in dem Mitgliederbrief.

Ferner beschwert sich das Führungsgremium über die Schärfe der öffentlichen Kritik an Schmadtke in den vergangenen Wochen. Den Kader, den maßgeblich der 53-jährige Ex-Manager zusammengestellt habe, als nicht konkurrenzfähig zu bewerten, sei "völlig daneben".

Sportdirektor Jörg Jakobs und Peter Stöger sollen sich nun in Abstimmung mit der Scouting-Abteilung und Geschäftsführer Alexander Wehrle um die Planung möglicher Wintertransfers kümmern, während der Vorstand an einer Neubesetzung der Managerstelle arbeite. 

(ako)
 
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