Franz Beckenbauer, Paul Breitner, Gerd Müller und Co. - die Fußballer-Namen sind seit deren WM-Triumph längst Legende. Wir zeigen Ihnen, was aus den Helden geworden ist.
Paul Breitner glich im WM-Finale von 1974 für Deutschland per Foulelfmeter zum 1:1 aus. Auch 1982 gehörte "Paule" im WM-Finale gegen Italien zu den Torschützen (1:3). Seit Frühjahr 2007 ist er Berater und Scout des FC Bayern München. Weiterhin ist Breitner Gründungsmitglied der Kindersportstiftung des Abgeordneten Jörn Thießen.
Deutschlands einstiger Vorzeige-Fußballer Franz Beckenbauer ist immer noch überall dabei. Der "Kaiser" ist gleich in mehreren Positionen aktiv. Als Weltmeister-Teamchef von 1990 wieder erfolgreich, danach Aufsichtsratchef und Präsident beim FC Bayern München, sowie in diversen Gremien bei der Uefa und FIFA.
Top-Techniker Rainer Bonhof war lange als Trainer aktiv, oft an der Seite von Berti Vogts. Seit dem 10. Februar 2009 ist er neben Siegfried Söllner Vize-Präsident von Borussia Mönchengladbach.
Im WM-Finale durfte der Kölner Bernd Cullmann nicht ran, dem Fußball blieb er aber verbunden. Erst als Manager in Köln und Duisburg, bis heute als Spielerberater. Sohnemann Carsten spielt beim FC, ist aber nicht so erfolgreich wie sein Daddy.
Dieter Herzog hatte sich schnell von der großen Bühne zurückgezogen. Im WM-Finale durfte er nicht spielen, später betrieb er einen Lottoladen in seiner Heimatstadt Oberhausen.
Der Kölner Heinz Flohe musste seine Kaariere nach einem bösen Foulspiel beenden und ist gesundheitlich angeschlagen. Nach zwei Herz-Operationen arbeitete er als Trainer in unterklassigen Ligen. Aktuell ist er für den Landesligisten TSC Euskirchen in der Saison 2009 als Talentsucher aktiv und unterstützt seinen Sohn Nino (Trainer) in der täglichen Arbeit.
Der Frankfurter Jürgen Grabowski zählte zu den zuverlässigsten Stützen der WM-Elf von 1974. Heute betreibt Jürgen Grabowski eine Versicherungsagentur.
Jupp Heynckes zählt zu den Legenden von Borussia Mönchengladbach, mit Real Madrid gewann er die Champions League. Sein letztes Engagement bei der Borussia endete im Januar 2007 aber mit dem Rücktritt des Trainers.
Bernd Hölzenbein holte im Finale von 1974 den Elfmeter, der zum Ausgleich führte, heraus. Nach seiner aktiven Karriere gab er aber keine allzu glückliche Figur ab. "Holz" mühte sich als Frankfurter Präsidiumsmitglied und darf für seinen Klub als Chefscout aber immerhin noch Talente beobachten. Außerdem ist er offizieller FIFA WM-Botschafter und unterstützt als Schirmherr das Forschungsprojekt STOCCER zur Fußball-WM.
Mit dem Ball machte der "Bomber der Nation" was er wollte. Das Siegtor im WM-Finale schoss er persönlich. Danach ging es zunächst bergab, heute ist Müller Co-Trainer der Bayern-Amateure .
Als Fußballer Weltmeister und hiernach als Manager des Rekordmeisters Bayern München ebenfalls sehr erfolgreich. Wurstfabrikant Uli Hoeneß will nach Ende des Jahres ins Präsidium des Rekordmeisters wechseln.
Horst Dieter Höttges landete nicht mehr im Rampenlicht. Der Bremer verfolgt aber weiterhin die Leistungen seines Heimatklubs SV Werder intensiv und arbeitet in Norddeutschland als Jugendtrainer.
Hans Josef Kapellmann galt als großes Talent, hatte beim FC Bayern aber immer noch größere Konkurrenz. Saß im Finale draußen, arbeitet heute als anerkannter Orthopäde in Rosenheim.
Spaßvogel "Otto" Kleff verlor auch auf der Bank beim WM-Finale nicht seinen Humor. In Gladbach eine Legende, arbeitete er lange als Torwarttrainer (unter anderem beim KFC Uerdingen) und betreibt im Gladbacher Raum immer noch eine Fußballschule.
Berti Vogts, ehemals als "Terrier" in der Verteidigung, ist heute National-Coach von Aserbaidschan. Davor unter anderem als Coach in Schottland und Leverkusen wenig erfolgreich. Die DFB-Elf führte er 1996 zum EM-Triumph.
Sepp Maier ist seiner Profession als Torwart treu geblieben und war als Torwarttrainer der Nationalmannschaft und des FC Bayern München tätig. Aus beiden Ämtern wurde die "Katze von Anzing“ von Jürgen Klinsmann entlassen, nachdem dieser zunächst Trainer der deutschen Nationalmannschaft war und seit 2008 Coach der Bayern ist.
Aus der Tiefe des Raums spielte Günter Netzer Zauberpässe, im WM-Finale aber saß er draußen. Denoch bis heute als Geschäftsmann und TV-Experte überaus erfolgreich. Lebt in der Schweiz.
Herbert "Hacki" Wimmer galt als perfekter Wasserträger und hielt dem Mittelfeldstrategen Netzer den Rücken frei. Die Zeche zahlt er bis heute. Wimmer ließ sich an der Hüfte operieren und ist heute oft in seinem Geburtsland Belgien, wo er mal einen Tabakladen führte.
Wolfgang Overath erhielt im WM-Finale den Vorzug vor Netzer und war bis 1977 aktiv. Inzwische übernahm er den Vorsitz beim heutigen Zweitligisten 1. FC Köln und will die "Geißböcke" wieder zurück zu altem Ruhm führen.
Georg "Katsche" Schwarzenbeck, der "Ausputzer des Kaisers", ließ es nach seiner Karriere ruhig angehen und führte bis zum 2. August 2008 einen Zeitschriftenladen in München. Heute beliefert er weiterhin den FC Bayern München mit Bürobedarf.