Der Wettskandal im deutschen Fußball nimmt immer größere Ausmaße an. Am Montag gab Wilfried Finke, Präsident des SC Paderborn, bekannt, dass sein Kapitän Thijs Waterink in die Affäre verstrickt ist. Er vermutete zudem auch Mitwisser in Kreisen des Hamburger SV, der bei dem von Schiedsrichter Robert Hoyzer geleiteten Pokalspiel mit 2:4 unterlag.
Waterink hat inzwischen zugegeben, vor dem Pokalspiel 10.000 Euro bekommen zu haben, die er nach dem Spiel an seine Teamkameraden verteilte.
Dynamo Dresdens Torwart Ignjac Kresic räumte am Montag ein, nach einem Sieg gegen Preußen Münster im Juni 2003 eine Summe von 15.000 Euro von Dritten erhalten zu haben.
Sein Mannschaftskamerad Torsten Bittermann soll nach Informationen von "Bild" und "Süddeutsche Zeitung" als Bindeglied zwischen der Wettmafia und Dynamos Schiedsrichter-Obmann Wieland Ziller fungiert haben. Er streitet...
...genau wie der ehemalige Fifa-Schiedsrichter Ziller alles ab. Ziller steht außerdem im Verdacht, seinen Freund...
...Jürgen Jansen für die Wett-Mafia angeworben zu haben. Der Essener Schiedsrichter hat schon an Eides statt erklärt, dass dieser Zusammenhang an den Haaren herbei gezogen sei.
Auch Jansens Kollege Dominik Marks wehrt sich vehement gegen den Vorwurf, Spiele der 2. Bundesliga und Regionalliga willentlich beeinflusst zu haben.
Weiterhin laut "Bild" im Fadenkreuz der Ermittler: Torwart Tomislav Piplica von Energie Cottbus, der zugegebenerm,aßen schon das ein oder andere kuriose Gegentor kassiert hat (wie z.B. sein unvergessenes Kopfball-Eigentor zum 3:3 gegen Borussia Mönchengladbach am 6. April 2002 in der 85. Minute) ...
...und sein ehemaliger Teamkollege Laurentiu-Aurelian Reghecampf, der inzwischen in Aachen spielt. Beide...
...behaupten wie der Ex-Bochumer und jetzige Paderborner Georgi Donkov, ...
...sein Mannschaftskamerad Alexander Löbe und...
...der Ex-Herthaner Steffen Karl, zusammen mit seinem Chemnitzer Mitspieler Marcus Ahlf verdächtigt, nichts mit Spielmanipulationen zu tun zu haben.