Marokko gewann gegen Mali mit 4:0: Afrika-Cup: Tunesien und Marokko kicken um den Titel
zuletzt aktualisiert: 11.02.2004 - 21:21Rades/Sousse (rpo). Die Endspiel-Paarung des Afrika-Cups ist perfekt. Neben Tunesien spielt Marokko um den begehrten Titel. Marokko bezwang Mali mit einem klaren 4:0.
Youssef Mokhtari vom Fußball-Zweitligisten Wacker Burghausen hat die Fußball-Nationalmannschaft Marokkos erstmals seit dem Titelgewinn 1976 wieder ins Finale des Afrika-Cups geschossen.
Der Mittelfeldspieler erzielte beim 4:0 (1: 0)-Sieg der Marokkaner gegen Mali mit dem Freiburger Soumaila Coulibaly in Sousse die ersten beiden Tore für sein Team.
Im Endspiel am Samstag in Rades treffen die Nordafrikaner auf Gastgeber Tunesien, der zum ersten Mal in seiner Verbandsgeschichte das Endspiel erreichte. Die Tunesier bezwangen im Halbfinale in Rades überraschend aber verdient den zweimaligen Cup-Sieger Nigeria nach einem 1:1 (1:1, 0:0) nach Verlängerung mit 5:3 im Elfmeterschießen. Matchwinner war hier Torhüter Ali Boumnijel, mit 38 Jahren ältester Spieler des Turniers, der den Elfmeter von Osaze Odemwingie hielt.
Sehenswerter 18-m-Freistoß
Mokhtari, der in der laufenden Zweitligasaison 16 Mal für Burghausen zum Einsatz kam und dabei 4 Tore erzielte, brachte sein Team mit einem sehenswerten 18-m-Freistoß bereits nach 13 Minuten in Führung. Im zweiten Durchgang traf er erneut nach 13 Minuten und sorgte mit seinem 20-m-Flachschuss für die Vorentscheidung. Die weiteren Tore erzielten Youssef Hadji (80.) und Nabil Baha (90.).
In Rades brachte der frühere Frankfurter Bundesliga-Profi Jay-Jay Okocha Nigeria, das im Viertelfinale Titelverteidiger Kamerun mit dem deutschen Trainer Winfried Schäfer durch ein 2:1 ausgeschaltet hatte, per Strafstoß mit seinem dritten Turniertor in Führung. Khaled Badra glich ebenfalls per Elfmeter aus (82.).
Gastgeber das klar bessere Team
Vor 60.000 fanatischen Fans waren die Gastgeber, bei denen Stürmer Najed Braham vom deutschen Zweitligisten Eintracht Trier nicht zum Einsatz kam, überraschend das klar bessere Team. Zudem war der Strafstoß nach einem Rempler von Rahdi Jaidi an Stürmerstar Nwankwo Kanu von Arsenal London mehr als fraglich. Kapitän Okocha, inzwischen bei den Bolton Wanderers in der Premier League unter Vertrag, musste zudem zweimal antreten, nachdem er im ersten Versuch den Anlauf unerlaubterweise abgestoppt hatte. Der Strafstoß für die Gastgeber war dagegen berechtigt.
Weiteres Kuriosum: Da vor der Partie vom Tonband eine falsche Nationalhymne für die Elf aus Nigeria erklang, mussten sich beide Teams vor dem zweiten Durchgang noch einmal aufstellen.
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