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Fortuna verliert unglücklich gegen Zamalek: 1:2 trotz Sturmlauf

zuletzt aktualisiert: 06.02.2005 - 20:40

Düsseldorf (rpo)  Eine höchst unglückliche Niederlage kassierte Fortuna am Sonntagnachmittag in Ismailia gegen den ägyptischen Spitzenclub Zamalek Kairo: Die Gastgeber trafen in der Schlussminute zum 2:1-Sieg. Dabei hatten die Düsseldorfer bei leichter Bewölkung und frühlingshaften 17 Grad zuvor deutlich das Spiel bestimmt und auch die klarereren Chancen gehabt.  

Hust und Ndjeng im Spiel gegen Zamalek.  Foto: Tom Koster
Hust und Ndjeng im Spiel gegen Zamalek. Foto: Tom Koster

Fortunas zweites Testspiel rund 48 Stunden vor der Rückkehr in heimische Gefilde war ein echter Prüfstein, denn die heimische Mannschaft zählt zu einem der Spitzenclubs Nordafrikas mit vielen nationalen und internationalen Titeln.

Hektisch und von beiden Seiten nervös geführt begann die Partie. Fortuna war erneut gewillt, sogleich das Tempo zu bestimmen, doch Kairo hielt zunächst mit starkem Pressing entgegen. In der dritten Minute gab der in der Folgezeit als nicht sonderlich gastfreundlich zu bezeichnende Schiedsrichter einen Freistoß innerhalb des Strafraums, nachdem ein gegnerischer Spieler eine unerlaubte Rückgabe auf den eigenen Torwart gespielt hatte.

Nicht zuletzt wegen der sehr seltsam gestellten Abwehrmauer gelang Mariano Pasini jedoch nicht der Führungstreffer. Kurz darauf spielte die Heimmannschaft einen erste Chance heraus, die jedoch knapp links unten am Gehäuse vorbei flog. Im Gegenzug scheiterte Marcel Ndjeng, der zu eigensinnig bei einer direkten Auseinandersetzung mit dem Keeper scheiterte und dabei seinen besser postierten Namensvetter Podszus ignorierte.

Es dauerte bis zur 25. Minute, bis sich die Mannschaft von Uwe Weidemann eine weitere Großchance erkämpfte, als Axel Bellinghausen bei einem 30-Meter-Solo Freund und Feind umspielte, am letzten Mann dann doch hängen blieb. Dies war der Auftakt für ein stärkeres Auftreten der Flingeraner mit vielen Torchancen: Alleine zwischen der 27. und 37. Minute prüften Kruse und Podszus dreimal die Künste des Kairoer Schlussmanns mit sehenswerten Aktionen. Dennoch ging es aus Düsseldorfer Sicht nur mit dem 0:0 in die Pause.

Nach Wiederanpfiff konnte Fortuna das kontrollierte Spiel fortsetzen und behielte die Oberhand. So dauerte es bis zur 56. Minute bis Marcel Podszus auf Vorlage von Marcel Ndeng per Kopf die Führung für die Gäste aus dem Rheinland erzielte. In der Folgezeit ergaben sich weitere gute Chancen, wie nach Zuspiel von Hoersen auf Otta, der jedoch zu schwach abschloss. Doch die Gunst des Linienrichters bescherte den Gastgebern in der 60. Minute den mehr als schmeichelhaften Ausgleich: Beharrlich hatte er, auch zur Überraschung von Zamaleks Spielern, ein klares Abseits ignoriert.

Ab diesem Zeitpunkt folgte ein Spiel auf ein Tor: Das des ägyptischen Keepers staned nun unter Dauerbeschuss. Doch Tore blieben Mangelware. Erst ab der 70. Minute wechselte Chefcoach Weidemann durch. Trotzdem blieb die Überlegenheit der Fortuna bestehen. Abgesehen von vereinzelten Vorstößen, hatte Pat Deuß bis kurz vor Schluss eine ruhigere zweite Halbzeit. Umso mehr wurde der Spielverlauf auf den Kopf gestellt, als fast mit dem Schlusspfiff das 1:2 fiel.

Uwe Weidemann zu der unnötigen Niederlage: „Es war ein Spiel mit hohem Tempo. Der Gegner war, abgesehen von den Bayern, unser bislang bester Gegner in der Vorbereitung. Die Zweikämpfe haben wir – abgesehen von der Spielszene in der allerletzten Minute – gut bestanden und eine Vielzahl von Tormöglichkeiten erarbeitet. Ich wollte bei dieser Partie alle noch mal zum Einsatz bringen, worunter vielleicht zum Schluss der Spielfluss etwas gelitten hat. Dennoch darf man in der 90. Minute nicht ein solches Gegentor kassieren. Das ist ärgerlich.“

Fortuna: Deuß - Böcker, Bürk, Bozic (76. Cakir), Hust (85.),Hoersen, Bellinghausen (76. Marzok), Ndjeng (81. Lambertz), Pasini (76. Kruse), Otta (70. Mayer), Podszus (70. Kizilaslan)


 
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