Norweger kam im Sommer 1990 nach Düsseldorf: 1991: Torschützenkönig Andersen floppt bei F95
VON MORITZ TILLMANN - zuletzt aktualisiert: 12.07.2004 - 15:04Düsseldorf (rpo). Da schauten sich viele Bundesligisten um, als im Sommer 1990 Fortuna den Wechsel von Jörn Andersen an den Rhein verkündete. Der amtierende Torschützenkönig kam mit 18 erzielten Toren vom Tabellendritten aus Frankfurt. Doch mal wieder kam es nicht so, wie es sich alle Beteiligten gewünscht hatten.
"Zweifellos ein dicker Fisch, der den Verantwortlichen am Flinger Broich an die Angel gegangen ist", berichtete die RP damals und Fortunas Präsident Peter Förster stellte fest:" Wir haben nun mächtig investiert und hoffen, dass unsere sportlichen und wirtschaftlichen Wünsche in Erfüllung gehen". Doch leider ist und war die Bundesliga nie ein Wunschkonzert und Fortuna hatte sich in der langen Liste der "Fehleinkäufe" auch mit dem 1,2 Millionen DM teuren Norweger wieder einmal schwer vergriffen.
"Neben Demandt und mit Thomas Allofs im offensiven Mittelfeld, da ist es schon möglich, einen UEFA-Cup-Platz zu erreichen," tönte der 27-Jährige Norweger damals. Doch als Andersen am 6. Spieltag gegen die Bayern zwei Großchancen versiebte und immer noch ohne Torerfolg blieb, mehrten sich langsam Zweifel am Einkauf des Blondschopfs. "Es muß jetzt einfach weitergehen", so Andersen damals entäuscht gegenüber der RP.
Die Fortuna Fans mußten bis zum 12. Spieltag warten, um endlich in den Genuß eines Tores des Norwegers zu kommen. Beim 5:2 gegen Stuttgart erzielte er das 2:1.
Nach der Winterpause titelte die RP inwischen schon "Torjäger auf der Ersatzbank" und Andersen war nicht mehr der gefeierte Neueinkauf, sondern ein teurer Ersatzmann. Aber: "Ich beiße mich durch", gab er im März 1991 nochmal zu verstehen.
Doch das Mißverständnis Jörn Andersen nahm weiterhin einen für Fortuna traurigen Verlauf und nur vier Tore standen am Ende der Saison 1991 auf dem Konto des vermeintlichen "Goalgetters".
Letztendlich fand die ganze Geschichte still und heimlich im September 1991 ein nüchternes Ende für Fortuna: Andersen wurde wieder zurück nach Frankfurt geschickt und Schatzmeister Werner Faßbender ließ wenig überraschend verlauten: "Der Jörn ist froh, dass er wechseln kann, er war sofort einverstanden."
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