Kommentar:: Eine Lücke, die noch weh tun kann
VON BERND JOLITZ - zuletzt aktualisiert: 14.03.2005 - 10:01Düsseldorf (RP). Willkommen im Arena-Alltag! Die rauschenden Ballnächte mit den Fortuna-Partien gegen Union Berlin und Bayern München sind ebenso vorbei wie das Länderspiel gegen Argentinien. Spätestens seit Samstag weiß nun jeder, mit welcher Zuschauerresonanz bei einem ganz normalen Regionalliga-Fußballspiel zu rechnen ist.
Damit hier keine Missverständnisse aufkommen: Für sich genommen ist die Zahl von 15250 Besuchern mehr als ordentlich für ein Drittligaspiel. Zumal, wenn beide Kontrahenten in bedrohlicher Nähe der Abstiegsplätze herumkrebsen, das Wetter nicht gerade zum Verlassen des heimischen Sofas einlädt und vier Fortuna-Heimspiele in Folge selbst das Portemonnaie eines treuen Fans arg belasten.
Aber 15.250 Zuschauer sind schlichtweg zu wenig, wenn man ein Spiel in der LTU arena zu einem wirtschaftlichen Erfolg machen will. Fortunas Finanzchef Werner Sesterhenn ließ sich im Vorfeld des Bayern-Gastspiels die Aussage entlocken, dass der Verein erst ab dem 20.000. Zuschauer keinen Verlust mehr mache. Tatsächlich dürfte der „Break even“ angesichts der hohen Nebenkosten durch Energie, Personal und vielem mehr noch beträchtlich höher liegen - vielleicht bei etwa 23000 Zuschauern.
Fortuna hat gegen den WSV also einen materiellen Verlust erlitten, und in zwei Wochen gegen Osnabrück wird dieser wohl noch deutlicher ausfallen. Schlimmer ist aber, dass der Klub nach RP-Informationen pro Arena-Spiel einen Gewinn von 130000 Euro in seinem Jahresetat verplant hat. Diese Lücke könnte Fortuna noch einmal richtig weh tun.
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