| 16.42 Uhr

Schon wieder Randale im Amateurfußball
Essener Klub droht nach Schlägerei Rauswurf aus Sportbund

Chronologie: Gewalt auf deutschen Fußballplätzen
Chronologie: Gewalt auf deutschen Fußballplätzen FOTO: rponline
Essen. Wegen Gewalt im Amateurfußball erwägt der Essener Sportbund erstmals einen Verein aus seinem Verbund auszuschließen. Ein Kreisliga-Spiel war Mitte Oktober eskaliert, als Spieler des FC Alanya Essen sich während der Partie untereinander prügelten, sagte der Geschäftsführer des Essener Sportbunds, Wolfgang Rohrberg. Es sei nicht der erste Vorfall in Essen gewesen. "Wir sind es leid, diese Gewaltexzesse im Fußball zu akzeptieren", sagte Rohrberg.

Der Verein betonte in einem öffentlichen Brief, bereits interne Konsequenzen gezogen zu haben: Die betroffene Mannschaft sei aus dem Spielbetrieb genommen worden. Die Klubführung kritisierte zudem den Essener Sportbund für seine "außerordentlich negative und rufschädigende öffentliche Darstellung".

Im Falle eines Ausschlusses würden dem Verein städtische Fördermittel entzogen. So müsste der Klub eine dreimal höhere Sportplatzgebühr als bisher berappen. Darüber hinaus könnten die Essener Sport- und Bäderbetriebe ein Betretungsverbot und der Fußballverband Niederrhein einen Ausschluss vom Spielbetrieb verhängen, erklärte Rohrberg. Dem FC Alanya wurde bis zum 13. November eine Frist eingeräumt, sich zu den Ereignissen zu äußern und Schuldige zu benennen. Anschließend würde eine Kommission im Januar über das Verbleiben des Vereins entscheiden.

Bereits in der vergangenen Saison hatte ein Essener Klub für Aufsehen gesorgt. Wegen seiner angeblich unfairen Spielweise wurde der BV Altenessen von einer ganzen Liga boykottiert. Dieser Schritt machte den Kreisligisten zum Meister.

(seeg/dpa)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Essen: Amateurklub droht Ausschluss aus Sportbund


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.