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Formfehler
Oberhausen-Fan darf Führerschein vorerst behalten

Fan von Rot-Weiß Oberhausen darf Führerschein vorerst behalten
FOTO: Rot-Weiß Oberhausen
Düsseldorf. Wegen Gewaltdelikten polizeibekannten Fußballfans kann der Führerschein entzogen werden. Allerdings klagte ein Ultra aus Oberhausen am Dienstag vor dem Verwaltungsgericht in Düsseldorf erfolgreich gegen den Entzug, weil die Kommune einen Formfehler machte.

"In der Sache hält das Gericht das Vorgehen der Stadt Oberhausen für richtig", sagte ein Gerichtssprecher. Deren Vertreter machten klar, dass sie umgehend einen neuen Anlauf zum Führerscheinentzug starten werden.

Der Kläger, ein Mitglied der Ultras von Rot-Weiß Oberhausen, hatte trotz Aufforderung der Stadt keine Medizinisch-Psychologische Untersuchung absolviert, den sogenannten "Idiotentest". Nach einer Verurteilung wegen gefährlicher Körperverletzung und weiteren Vorfällen hatte die Stadt dies verlangt. "Wir werden auf jeden Fall eine neue Aufforderung schicken", sagte die Vertreterin der Stadt Oberhausen.

Im vergangenen Jahr waren 15 Oberhausen-Fans wegen eines angeblich hohen Aggressionspotenzials zum "Idiotentest" von der Stadt gebeten worden, sonst drohe der Führerscheinentzug. Vier Fans hatten sich geweigert und zuletzt vergeblich dagegen geklagt, daraufhin mussten sie den Führerschein abgeben. Aus Kostengründen verzichteten sie auf eine Berufung.

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Der Verein wollte sich zu dem konkreten Fall nicht äußern. Grundsätzlich hält RWO eine solche Maßnahme aber für fragwürdig, da Fußball nichts mit Verkehr zu tun habe. Zudem würden Anhänger pauschal als Straftäter in eine Ecke gestellt, auch wenn dies nicht gerechtfertigt sei, sagte ein Sprecher.

(areh/dpa)
 
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