SCD und AK wollen eine außerordentliche Mitgliederversammlung: Fans sammeln Unterschriften
VON JENNIFER TÖPPERWEIN - zuletzt aktualisiert: 23.11.2004 - 08:51Düsseldorf (rpo). Fortuna steht noch vor der Winterpause auf einem Abstiegsplatz und die Stimmung der Fans ist mindestens genauso weit im Keller. Aber nicht nur die sportliche Situation trägt dazu bei, auch die ständig neu auftauchenden Gerüchte um Mannschaft, Trainer, Vorstand und Verein schüren den Missmut.
Eine Unterschriftenaktion des Supporters Club Düsseldorf (SCD) und dem Arbeitskreis Fanarbeit (AK) soll nun eine Mitgliederversammlung erreichen, die endlich für klare Fakten sorgen soll. Seit Wochen werden die Partien der Flingerer von lauten „Berthold raus“-Rufen begleitet. Bei solch einfachen Kritik wollen es die beiden großen Dachverbänden der Düsseldorfer Fanszene nicht belassen.
„Wir möchten konstruktiv mit Verbesserungsvorschläge helfen“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende des SCD, David Kurr. Doch um dies leisten zu können, bräuchte man zunächst klare Informationen aus erster Hand, das heißt direkt vom Verein. Mit einem solchen Wissen wären womöglich viele Aktionen und Aussagen einiger Verantwortlicher nachvollziehbarer. Außerdem könnten somit Frustrationen auf Fanseite vorgebeugt werden. „Wir wünschen uns, dass die Mitglieder mit der Unterschriftenaktion ihr Recht auf Klarheit einfordern“, führt Kurr aus, „Sie sollen selber aktiv werden und sich nicht mehr durch Gerüchte irritieren lassen, die in der Öffentlichkeit kursieren.“ Denn schließlich seien alle Anhänger ein Stück Fortuna und nicht ein paar Einzelpersonen.
Um seine Ansprüche geltend zu machen sei zunächst einmal die Unterschrift entscheidend. Seit dem letzten Heimspiel gegen Lübeck liegen die Listen bereits am SCD-Stand hintzer der Nordtribüne und im Fancontainer des AK aus. Und dort sollen sie auch noch bis zur Winterpause deponiert sein, denn insgesamt sind 232 Unterschriften zu einer Einberufung der Versammlung nötig, die von stimmberechtigten Mitgliedern des Vereins stammen müssen.
Schon in einem kürzlich veröffentlichten offenen Brief forderten die beiden Dachverbände mehr Transparenz und bessere Informationspolitik von Seiten des Vereins ein. Nun sollen diesem Bedürfnis Taten folgen. Bei der Versammlung dürfte dann nicht nur ein Meinungsaustausch stattfinden, konkrete Ergebnisse müssten sichergestellt werden, so Kurr. Das Wichtigste dabei wäre aber, dass diese Ergebnisse auch Folgen haben. Er warnt: „Es muss schnell etwas geschehen. Wir haben nichts davon, wenn zu spät Konsequenzen gezogen werden, die bereits zum jetzigen Zeitpunkt vonnöten wären.“
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