3:1 für starke Düsseldorfer: Fortuna machte es spannend
zuletzt aktualisiert: 06.08.2004 - 21:36Düsseldorf (rpo). Den Auftakt verbaselt, das zweite Spiel gewonnen: Fortuna hat in der Hitzeschlacht gegen Braunschweig gezeigt, was in ihr steckt und hoch verdient mit 3:1 gewonnen. Frank Mayer, Marcel Ndjeng und in der Nachspielzeit Sergij Tytarchuk waren die Torschützen in einer am Schluss hochdramatischen Partie.
Die Düsseldorfer waren vor 6800 Besuchern mit großem Elan in das erste Heimspiel nach dem Aufstieg in die Regionalliga gegangen und hatten die junge Braunschweiger Mannschaft jederzeit beherrscht. Wie bei der verlorenen Auftaktpartie in Münster agierten nur die Düsseldorfer. Es gab nur eine Schrecksekunde in der siebten Minute: Da verhinderten Nulle und Fregene bei Schussversuchen der völlig freistehenden Patschinsky und Rische einen Rückstand.
Anders als in der Vorwoche aber wurden die Torchancen diesmal verwandelt: Frank Mayer eröffnete den Torreigen: Nach einem Pass von Tim Kruse lupfte er den Ball über den herausstürzenden Keeper. Der Mittelstürmer war in Spiellaune und besaß sogar noch mehr Einschussmöglichkeiten.
Den zweiten Treffer markierte Marcel Ndjeng, der vor Tatendrang nur so sprühte. Er schnappte seinem Gegenspieler im mittelfeld das Leder weg, umdribbelte zwei Gegenspieler und schob elegant ein. Wie groß auch sein Selbstbewusstsein ist, zeigte er, als er versuchte, den Torwart mit einem Freistoß aus 40 Metern zu überraschen. Der Youngster musste in der zweiten Halbzeit völlig abgekämpft ausgewechselt werden. Für ihn kam Sergij Tytarchuk, der in der Nachspielzeit das dritte Tor markierte und die Fortuna erlöste.
Davor war es nämlich noch einmal so richtig eng geworden. Die Braunschweiger hatten in der letzten Minute den Treffer zum 1:2 markiert. Schiedsrichter Stefan Lupp hatte fünfeinhalb Minuten nachspielen lassen. Und während dieser dramatischen Schlussphase standen die Braunschweiger einige Male dicht vor dem Ausgleich: Einmal rettete Keeper Carsten Nulle, ein weiteres Mal Augustin Fregene mit einem artistischen Fallrückzieher. Das 3:1 brachte dann die Erlösung und den sichern Sieg für Fortuna: Tytarchuk war an drei Abwhrspielern vorbeimarschiert und hatte dann auch Keeper Stuckmann düpiert.
Die Fortunen waren ein verdienter Sieger. Sie waren auch im zweiten Durchgang die engagierte Mannschaft gewesen, hatten sich nicht wie in Münster weit in die eigene Abwehr drängen lassen. Und sie hätte vorzeitig die Entscheidung finden müssen. Und der Unparteiischen Stefan Lupp haldf sogar noch: Denn er gab Fortuna einen Elfmeter, nachdem Frank Mayer bei einem Laufduell mit Martin Amedick zu Boden gegangen waren. Diese Entscheidung hätten sicher nicht viele Schiedsrichter gefällt. Da Fortuna aber immer noch keinen sicheren Schützen hat, blieb die Vorentscheidung mit dem Treffer zum 3:0 aus: Stuckmann parierte das Leder, das von seinem Fuß an die Latte knallte.
Die Aufstellungen:
Fortuna: 1 Carsten Nulle - 3 Augustine Fregene, 4 Dirk Böcker, 6 Nikolaj Hust, 7 Thomas Hoersen, 8 Markus Lösch, 9 Frank Mayer (82. Policella), 14 Tim Kruse (70. Lambertz), 20 Marcel Podszus, Marcel Ndjeng (84. Tytarchuk), 23 Laurent Guthleber. Auswechselspieler: 12 Sven Najemnik, 10 Sergii Tytartchuck , 11 Gustav Policella, 15 Sanshiro Matsumoto, 17 Andreas Lambertz, 18 Andreas Neumeyer, 24 Lukas Marzok.
Eintracht Braunschweig: 12 Thorsten Stuckmann - 6 Martin Amedick, 7 Benjamin Siegert, 8 Daniel Graf, 9 Jürgen Rische, 15 Marco Grimm, 19 Jan Tauer (58. Nermin Celikovic), 21 Denni Patschinski (70. Ahmet Kuru), 23 Thorsten Lieberknecht, 24 Kosta Rodrigues, 26 Patrick Bick (58. Lars Fuchs).
Schiedsrichter: Stefan Lupp (Waldstadt).
Zuschauer: 6800.
Tore: 1:0 (12.) Mayer, 2:0 (20.) Ndjeng, 2:1 (89.) Kuru, 3:1 (94.) Tytarchuk.
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