3:1 gegen Jena: Fortuna siegt und siegt
VON FALK JANNING - zuletzt aktualisiert: 19.11.2005 - 15:51Düsseldorf (rpo). Fortuna Düsseldorf befindet sich in der Regionalliga Nord weiter auf dem Weg steil nach oben. Am 18. Spieltag landeten die Schützlinge von Trainer Uwe Weidemann durch einen 3:1-Sieg über den FC Carl-Zeiss Jena den fünften Sieg in Folge und sind nun bereits Tabellen-Siebter. Die Treffer der Düsseldorf erzielten Marcus Feinbier, Andreas Lambertz und Marcel Podszus.
Die 6.300 Zuschauer sahen im Paul-Janes-Stadion ein packendes und unterhaltsames Spiel zwischen den beiden besten Teams der vergangenen Wochen. Überragender Akteur in einer geschlossen starken Elf war Marcus Feinbier, der im zweiten Durchgang für viel Unruhe in der Gästeabwehr sorgte, die 1:0-Führung selbst erzielte und seine Mitspieler immer wieder mit tollen Pässen gekonnt in Szene setzte.
In der ersten Halbzeit neutralisierten sich die beiden Mannschaften. Fortuna begann zwar engagierter, kam aber vor dem gegnerischen Tor zunächst nicht zum Zuge. Die Jenaer, die sieben Spiele lang nicht verloren hatten, begannen betont vorsichtig und verlegten sich ganz aufs Kontern. Immer wieder überbrückten sie zwar blitzschnell das Mittelfeld, weil die Düsseldorfer zu tief standen. Das Abwehrbollwerk der Heimmannschaft brachten die Ostdeutschen aber kaum einmal in Gefahr.
Nach der Pause agierte Fortunen forscher. Weidemann setzte Jena mit einer offensiveren Ausrichtung unter Druck. Bereits drei Minuten nach dem Wechsel ging die Rechnung auf. Feinbier versenkte den Ball zum 1:0 ins Netz.
Die Düsseldorfer standen sicher und nahmen die Warnung ihres Trainers ernst, der immer wieder vor den gefährlichen Freistoß-Spezialisten gewarnt hatte. Nur einen einzigen Freistoß bekamen die Jenaer in Schussnähe zum Fortuna-Tor - und der bedeutete Sekunden nach der Führung auch prompt das 1:1. Der 18-Meter-Freistoß von Spielführer Torsten Ziegner war toll geschossen und für Deuß nicht haltbar. Ziegner beendete damit die Serie des Fortuna-Keepers, der 555 Minuten ohne Gegentor geblieben war.
Fortuna wirkte überhaupt nicht geschockt: Die Mannschaft wahrte ihre Linie, hielt mit großem Kampf dagegen. Gleich im Gegenzug hatten Podszus und Feinbier die Chance zum 2:1, scheiterten aber aus kurzer Distanz am Gäste-Keeper. Andreas Lambertz verwandelte das Paul-Janes-Stadion mit seinem Treffer zum 2:1 nach 67 Minuten in ein Freudenhaus, vollendete freistehend aus kurzer Distanz. Für den Schlusspunkt sorgte Marcel Podszus, der einen mustergültigen Konter mit seinem zehnten Saisontor zur 3:1-Führung abschloss. Sekunden vorher hatte er eine hundertprozentige Chance ausgelassen, als er den Ball freistehend vor dem Jena-Keeper Christian Person nur an den Pfosten geschossen hatte.
STATISTIK ZUM SPIEl:
Fortuna: 22 Pat Deuß - 3 Oliver Barth, 4 Dirk Böcker, 14 Tim Kruse, 21 Hamza Cakir, 18 Erdal Eraslan, 11 Denis Wolf (73. Heeren), 15 Ahmed Cebe (88. Kizilaslan), 17 Andreas Lambertz (90. Albertz) - 26 Marcus Feinbier, 20 Marcel Podszus. Auf der Bank: 33 Dennis Prostka, 5 Henri Heeren, 6 Frank Scharpenberg, 8 Jörg Albertz, 13 Engin Kizilaslan, 16 Julius Steegmann, 24 Ermin Melunovic. Trainer: Uwe Weidemann.
Jena: 1 Christian Person - 2 Ronny Thielemann, 3 Holger Hasse, 4 Farud Hujdurovic, 5 Alexander Maul, 6 Krystof Kowalik (61. Holzner), 7 Torsten Ziegner, 8 Sebastian Hähnge, 9 Tobias Werner, 10 Ralf Schmidt, 11 Mark Zimmermann (67. Sykora). Auf der Bank: 12 Norman Wohlfeld, 14 Tim Erfen, 15 Fiete Sykora, 16 Felix Holzner, 17 Kais Manai, 18 Toni Wachsmuth. Trainer: Heiko Weber.
Zuschauer: 6.300.
Tore: 1:0 Feinbier (48.), 1:1 Ziegner (49.), 2:1 Lambertz (67.), 3:1 Podszus (82.).
Schiedsrichter: Wagner (Hofheim).
Gelb: Maul, Hujdurovic, Hasse
STIMMEN ZUM SPIEL:
Pat Deuß: "Das sieht nach oben ganz gut aus, aber wir wissen alle, wie schnell das wieder nach unten gehen kann. Der Gegentreffer war absolut unhaltbar. Ich hatte die Torwartecke zu gemacht, der Ball landete in der anderen Ecke und war perfekt geschossen."
Dirk Böcker: "Der Trainer hat in der Halbzeit zu uns gesagt, dass wir mehr in die Offensive investieren müssen. Und das hat prima geklappt. Ob wir uns nach oben orientieren? Okay, wir sind momentan im gesicherten Mittelfeld. Auch wenn es abgedroschen klingt: Nach oben schauen wir nicht, wir schauen nur von Spiel zu Spiel. Ich bin auch dagegen, unser Spiel in Kiel als Spitzenspiel zu bezeichnen: Wir sind schließlich nur Siebter."
Heiko Weber: "Das war in einem spannenden Regionalligaspiel ein verdienter Sieg für die Düsseldorfer, auch wenn wir das 2:2 hätten erzielen können. Die Düsseldorfer Ausnahmestürmer treffen aber auch bei der kleinsten Gelegenheit."
Uwe Weidemann: "Wir sind alle sehr glücklich über den Sieg. Meine Jungs wollten unbedingt gewinnen. Aber wir sind noch nicht am Ende, wir wollen uns jetzt schnell erholen, denn wir haben in dieser Woche noch viel vor."
Marcus Feinbier: "Jetzt kommen zwei ganz starke Mannschaften. Aber uns zeichnet aus, dass wir wissen was wir können, und wir haben einfach einen guten Lauf. Es macht einen Riesenspaß.
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