Respekt vor Kaltschnäuzigkeit: Kieler wollen in der Grotenburg punkten
VON ANDREAS GEIDEL - zuletzt aktualisiert: 22.10.2004 - 08:42Krefeld (RP). Hoch zufrieden sind die Verantwortlichen der Kieler „Störche“ mit dem bisherigen Saisonverlauf. Der fünfte Tabellenplatz nimmt sich an der Kieler Förde recht hübsch aus. Dennoch gibt es eine Einschränkung: Gegen Spitzenteams der Fußball-Regionalliga Nord setzte es für Holstein bislang ausnahmslos Niederlagen.
Dieser Missstand soll morgen im Schlagerspiel ausgerechnet beim Tabellenführer KFC Uerdingen korrigiert werden. „Wir wollen in der Grotenburg punkten, um oben dranzubleiben“, sagt Frank Neubarth, Trainer des Tabellenfünften aus dem hohen Norden und häufiger Tribünengast am Krefelder Zoo. Eine Einschätzung des verantwortlichen Übungsleiters, die Abwehr-Chef Sven Boy teilt: „Die Punkte, die wir beim 1:1 gegen Wolfsburg verschenkt haben, müssen wir uns in Uerdingen zurückholen.“ Wie beim 0:1 in Braunschweig in der Woche zuvor blieb den zumeist überlegenen Kielern auch am vergangenen Freitag ob der mangelnden Chancenverwertung die Optimalausbeute versagt. Auch deshalb orakelt der Ex-Bremer und -Schalker Neubarth: „Es ist mir lieber, wir spielen diesmal weniger spektakulär und gewinnen 2:1.“
Heute um 9.30 Uhr beginnt die 540 km lange Dienstreise für den Uerdinger Gegner. Im „Depoort-Hotel“ in Goch wollen sich die Mannen um den in den Fokus der Bundesliga gerückten Torjäger Dennis Tornieporth (22) endgültig auf das Duell einstimmen. „Uerdingen ist besonders im Defensivverhalten stark. Und von der KFC-Kaltschnäuzigkeit können wir uns sogar eine Scheibe abschneiden. Doch wir haben uns nach dem unglücklichen 1:5 in Paderborn am dritten Spieltag in jeder Partie ge gen eine Top-Mannschaft gesteigert. Eigentlich sind wir jetzt mal dran“, meint der Sportliche Leiter Daniel Jurge leit.
Lohnen würde sich ein „Dreier“ in Krefeld für die Holstein-Profis, die lediglich auf Thomas Piorunek (Wadenbeinbruch) verzichten müssen, in jedem Fall: zwischen Platz eins und fünf beträgt die Siegprämie 900 Euro pro Nase. In der vorigen Saison gab es in Krefeld beim 3:3 ein aufregendes Spiel.
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