Wilfried de Buhr neu im KFC Vorstand: "Klare Strukturen, modern, erfolgreich“
VON DIETER SPOHN - zuletzt aktualisiert: 12.10.2004 - 10:03Krefeld (RP). Was bisher als Defizit beim KFC zu beobachten war, ist jetzt zumindest auf einer Position abgestellt worden: Der Verein holte sich einen Mann mit ausgewiesener Erfahrung im Fußballgeschäft in den Vorstand: Wilfried de Buhr. Vor neun Jahren betrat Buhr zum ersten Mal die Fußballbühne. Beim 1. FC Kaiserslautern, 1. FC Nürnberg, Karlsruher SC und Rot-Weiß Erfurt war er als Geschäftsführer oder Manager aktiv.
Mit Wohnsitz in Kaiserslautern, ist er weiterhin Mitglied im Aufsichtsrat der Lauterer. Offiziell fungiert er aber noch als Manager und Geschäftsführer des Zweitligisten RW Erfurt. „De jure noch bis 2006“, sagte er der RP. De Buhrs Aufgabengebiet ist im KFC offenbar noch nicht exakt festgelegt worden, doch sieht sich der in führenden Wirtschafts-Unternehmen wie IBM, OKI-Systeme und Konica tätig gewesene Familienvater in erster Linie für den Sportbereich zuständig. Der bisher als Sportlicher Leiter ausgewiesene Heiner Essingholt soll hier mehr für das „operative Geschäft“ zuständig sein.
Wilfried de Buhrs Zielsetzung: „Ich möchte dem KFC helfen, dass er nach oben kommt. Ich habe auch dem Karlsruher SC und Rot-Weiß Erfurt geholfen, in die 2. Bundesliga zu kommen. Und beim 1. FC Kaiserslautern habe ich mitgewirkt, dass er in die 1. Bundesliga zurückkehrte“. Der neue Mann in der Uerdinger Führung möchte in die Vereinspolitik „eine gewisse Qualität reinbringen“. Drei Punkte möchte er erfüllt sehen: „Dass der KFC klare Strukturen erhält, dass er zu einem modernen und zu einem erfolgreichem Verein wird“.
Und weiter: „Gerade jetzt, wo der KFC sportlich sehr gut dasteht und das hundertjährige Jubiläum im nächsten Jahr gefeiert werden kann, gibt es viele Möglichkeiten, diesen Traditionsverein in eine erfolgreiche Spur zu bringen. Man muss die Sache nur engagiert anpacken“. De Buhr will sich vom derzeitigen Tabellenstand der Uerdinger nicht blenden lassen. „Das heute gegen Hertha waren drei Punkte von 40“, kommentierte er am Samstag. 40 Zähler seien das alleinige Ziel in dieser Saison. Sie würden wahrscheinlich den Klassenerhalt bedeuten. „Alles andere sind Träumereien“.
Dreimal zuletzt ist Wilfried de Buhr im Grotenburg-Stadion gewesen. Der Kontakt zum KFC ist keineswegs neueren Datums. Sehr angetan ist er vom Publikum. „Es applaudiert bei gelungenen Aktionen, das ist keineswegs üblich. Woanders wird’s mehr schwäbisch gehandhabt: Wenn nicht gemeckert wird, ist das Lob genug . . .“
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