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China-Plan für Regionalliga
Absteiger Pirmasens geht auf die Barrikaden

Regionalliga: Pirmasens entsetzt über China-Plan
Die chinesische U20-Nationalmannschaft soll künftig in der Regionalliga spielen. FOTO: dpa, jhk moa hpl
Pirmasens. Der abgestiegene FK Pirmasens reagiert entsetzt auf die geplante Eingliederung der chinesischen U20-Nationalmannschaft in die Regionalliga Südwest.

"Ich habe dafür keine Worte mehr, im Verein herrscht komplette Fassungslosigkeit", sagte Geschäftsstellenleiter Christoph Radtke am Donnerstag Zeit online. "Sechs Mannschaften steigen ab, und nun holt der DFB die chinesische Nationalmannschaft. Wir müssen das wohl hinnehmen, aber für mich ist das purer Kapitalismus."

Pirmasens hatte laut Radtke "einen Antrag gestellt, die Liga auf 20 Teams aufzustocken, weil auch unser U23-Team als Achter der Oberliga absteigen muss, wenn wir absteigen. Aber statt uns zu behalten, wird nun offenbar, man muss es wohl so sagen, eine Geldquelle aus China ausgewählt. Eine Horrormeldung."

Auch in der nicht direkt betroffenen Regionalliga West sorgte das Thema für Kopfschütteln. "Das ist Kirmes, eine Verarschung. Warum sollen wir uns in Zukunft noch den Arsch aufreißen?", sagte Hajo Sommers, Präsident von Rot-Weiß Oberhausen dem Reviersport: "Der DFB sieht die Regionalliga als Kirmesliga. Wenn es aber um die Vorschriften geht, wird genau hingeschaut."

Michael Welling, Präsident von Rot-Weiß Essen meinte gegenüber dem Magazin: "In der Regionalliga gibt es dringendere Probleme als die Ausbildung chinesischer Jungnationalspieler". Angesichts der Lizenzverweigerung für Westfalia Rhynern in der West-Staffel sagte Welling: "Macht den Platz doch für die Inder frei."

Der chinesische Nachwuchs soll in der 19er-Liga die Lücke für den jeweils spielfreien Verein füllen und gegen jeden Klub im Saisonverlauf zweimal antreten, ohne offiziell in der Tabelle geführt zu werden. Jeder Verein soll dafür zwischen 15.000 und 20.000 Euro erhalten.

(sid)
 
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