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Ismaik stundet Darlehen
1860 München wendet Insolvenz ab

Hintergrund: Das ist 1860-Investor Hasan Ismaik
Hintergrund: Das ist 1860-Investor Hasan Ismaik FOTO: dpa, geb nic hak
Eine drohende Insolvenz des in die Regionalliga abgestürzten Traditionsklubs 1860 München ist vorerst abgewendet. Die Löwen einigten sich am späten Dienstagabend mit Investor Hasan Ismaik auf eine Stundung des vom Jordanier gewährten Darlehens in Höhe von rund acht Millionen Euro. Ohne diese Unterschrift hätte dem Ex-Meister die Zahlungsunfähigkeit gedroht.

"Nach intensiven Verhandlungen wurden am späten Dienstagebend alle Voraussetzungen für einen Neustarte der TSV München von 1860 GmbH & Co. KGaA in der Regionalliga Bayern geschaffen", teilte der Klub auf seiner Internetseite mit. Am Mittwochnachmittag (15.00 Uhr) will Geschäftsführer Markus Fauser in einer Pressekonferenz weitere Details bekannt geben.

Laut Süddeutscher Zeitung klafft bei der KGaA allerdings noch ein Etatloch in Höhe von zwei Millionen Euro, für das Ismaik angeblich nicht aufkommen will. Außerdem soll er vergeblich den Rücktritt von Verwaltungsratmitglied Robert von Bennigsen und Fußballabteilungsleiter Roman Beer gefordert haben.

Allerdings erfüllte der Verein laut SZ eine frühere Forderung des ungeliebten Investors, der nach dem Zweitligaabstieg Millionen-Zuschüsse verweigert und damit den Absturz in die Regionalliga in Kauf genommen hatte: "Änderung der Satzung der KGaA durch einführung eines Katalogs von Maßnahmen und Geschäften der KGaA, die der vorherigen Zustimmung des Aufsichtsrats der KGaA bedürfen."

Laut Bild-Zeitung machte Ismaik, der seit seinem Einstieg bei Münchnern zwischen 60 und 70 Millionen Euro in Klub und Mannschaft gepumpt haben soll, durch seine Unterschrift auch den Weg für den angestrebten Auszug von 1860 aus der Allianz Arena des Erzrivalen Bayern München frei.

(sid)
 
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