Allofs nahm das Geld entgegen: Turek-Turnier: 5.210 Euro für Fortuna
zuletzt aktualisiert: 22.12.2004 - 22:19Düsseldorf (rpo). Das Fußball-Promi-Turnier der Rheinbahn in Gedenken an ihren langjährigen Mitarbeiter Toni Turek, am 17. Juli im Paul-Janes- Stadion, hat einen Erlös von 5.210 Euro erzielt. Peter Ackermann von der Rheinbahn, dem ehemaligen Arbeitgeber Tureks, übergab das Geld am Mittwoch Thomas Allofs als Vertreter des Vorstandes von Fortuna.
Symbolisch erhielt der frühere Fortuna-Star das Geld jedoch aus den Händen von Toni selbst. Die Rheinbahn hatte zu diesem Zweck wieder die von Karnevalswagen-Künstler Jacques Tilly geschaffene Pappmaché-Figur des Nationaltorhüters aus dem Lager geholt. Der hechtende Papp-Toni war im Sommer rund drei Wochen lang Reklame für das Turnier gefahren. Tilly und die Rheinbahn hatten den „Helden von Bern“ samt Ball, Tor und Anzeigetafel mit dem Endspielergebnis 3:2 auf einen Gleistransportwagen montiert und ihn von einer Oldiebahn durch die Stadt ziehen lassen. Nun posierte er für die Erlösübergabe.
Das Geld war usammebn gekommen, weil rund 2.500 Zuschauer am 17. Juli ins Paul-Janes-Stadion gekommen waren, um eine ungewöhnliche Spielpaarung zu sehen: Als Top-Mannschaft trat eine Auswahl der Uwe-Seeler-Traditionself an, mit Wolfgang Overath, Thomas Allofs, Uli Stein, Frank Mill, Michael Rummenigge, Mathias Herget, Bernd Hölzenbein, Sven Demandt und vielen anderen. Den Gegner stellte eine Mannschaft von von Fußball-Schauspielern und Schauspieler-Fußballern: Die Darsteller von Fritz Walter, Helmut Rahn, Toni Turek, Max Morlock und Co., den Fußball-Weltmeistern von 1954, aus Sönke Wortmanns Spielfilmerfolg „Das Wunder von Bern“.
Die Mimen für die Elf hatte Wortmann seinerzeit allesamt aus fußballerischer Sicht besetzt, und so trat den National-Cracks der Seeler-Elf eine engagierte Kickertruppe entgegen, die zwar sechs Toren kassierte, aber gegen die Top-Stars von einst immerhin auch vier erzielte. Zur Freude und Überraschung der Zuschauer trat ein Mann mit an, der eigentlich nur als Schirmherr und zur Repräsentation eingeladen und angereist war: Horst Eckel, Verteidiger im 54er Team um Sepp Herberger und mit 70 immer noch so rüstig, dass er über eine Stunde in der Originalkluft der Schauspieler-Truppe mitspielte.
Alle Beteiligten hoben den Einsatz der Rheinbahn zum Gedenken des Nationaltorhüters von der Düsseldorfer Fortuna hervor – im Juni hatte die Stadt auf Initiative des Unternehmens sogar eine Straße in Unterrath nach Turek benannt – und auch Thomas Allofs schloss sich heute noch einmal dieser Anerkennung an: „Die Rheinbahn und Fortuna sind ja zwei fast gleich „alte Damen“, und in der Vor-Profi-Zeit arbeiteten außer Turek noch viele andere Top-Spieler Düsseldorfs bei der Rheinbahn, wie beispielsweise Müller, Makus, Fandel oder Kalli Hoffmann.
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