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Polizei verhandelte mit Ultras
Derby in Köln stand kurz vor der Absage

1. FC Köln - Bayer 04 Leverkusen: Derby stand kurz vor der Absage
Leverkusener Fans zündeln im Auswärtsblock. FOTO: Rolf Vennenbernd/dpa
Köln. Nach der Prügelei von Hooligans in Leverkusen am Samstagabend hat es auch am Sonntag rund um das Derby zwischen dem 1. FC Köln und Bayer Leverkusen weitere Vorfälle gegeben. Zwischenzeitlich erwägte die Polizei sogar eine Absage des Spiels.

Vermummte Anhänger der Werkself hatten große Mengen Pyrotechnik in den Block der Auswärtsfans geschmuggelt, wie die Polizei per Überwachungskamera beobachtete. Nach einem Bericht der Polizei berieten sich Veranstalter, Polizei und Schiedsrichter daraufhin darüber, das Spiel mit Verspätung anzupfeifen oder gar komplett abzusagen. 

Der Einsatzleiter der Polizei informierte die Leverkusener Ultras über die drohende Absage. Sie sicherten schließlich zu, keine Böller oder Leuchtraketen einzusetzen und keine Gegenstände auf das Spielfeld zu werfen, um den Spielverlauf nicht zu stören. Im Laufe des Spieles zündeten die Leverkusener zwar vereinzelt Pyrotechnik, hielten sich aber laut Polizei an die von ihnen selbst vorgeschlagenen Einschränkungen.

Insgesamt zog die Polizei ein positives Fazit des Einsatzes rund um das Derby, das der 1. FC Köln mit 2:0 gewann. "Durch starke Polizeipräsenz und konsequente Trennung der beiden Fanlager haben wir ein erneutes Aufeinandertreffen der rivalisierenden Gruppen verhindert", sagte Einsatzleiter Volker Lange. 

Am Samstag hatten sich in Leverkusen etwa 400 Anhänger beider Lager eine Prügelei geliefert. 

 

(areh)
 
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