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Bayer Leverkusen
Bayer 04: Ein Trio weint 2012 keine Träne nach
Bayer Leverkusen: Bayer 04: Ein Trio weint 2012 keine Träne nach
Auf dem Sprung in ein besseres Jahr: Michal Kadlec arbeitet in Lagos mit Ball, Physiotherapeut Sven Elsinger (M.) und Fitnesscoach Holger Broich. FOTO: Ksmedianet
Leverkusen. Für drei Leverkusener geht die Saison nun erst richtig los: für Michal Kadlec, für Sidney Sam sowie für Daniel Schwaab, der zudem in Sachen Vertragsverlängerung entspannt abwartet. Von Stefan Klüttermann Aus Lagos

Als die Kollegen nach der zweiten kräftezehrenden Einheit von den Rasenplätzen zum Hotelkomplex trotten, biegt Daniel Schwaab noch einmal in den Fitnessraum ab. "Nur ein paar Minuten", sagt der 24-Jährige. Bayers Rechtsverteidiger kann den Hals momentan kaum vollkriegen, was die Trainingsbelastung angeht. Wenig verwunderlich für einen, der im Vorjahr gleich zweimal von schweren Verletzungen zurückgeworfen worden war. Ende März hatte er sich im Training das Schienbeinköpfchen gebrochen, Ende Oktober erlitt er in Bielefeld einen doppelten Bänderriss. Der Ex-Freiburger fiel jeweils wochenlang aus, kam 2012 so nur auf 21 von 45 möglichen Pflichtspieleinsätzen.

Umso motivierter ist Schwaab nun beim Start ins neue Jahr. "Ich habe richtig Spaß und bin angriffslustig, weil ich in der Pause gut gearbeitet habe", sagt er. Doppelt so viele Läufe wie vorgegeben habe er absolviert, das habe sich auch in den Fitnesswerten widergespiegelt. Da greift jemand an der Algarve an, der miterleben musste, wie Konkurrent Dani Carvajal voll durchstartete, und dessen Vertrag zudem im Sommer ausläuft. Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser signalisierte jüngst Gesprächsbereitschaft: "Daniel ist eine Art Lieblingsspieler von mir. Das gebe ich gerne zu. Wir werden versuchen, ihn zu halten, aber zu finanziellen Bedingungen, die tragbar sind", erklärte Holzhäuser. Gespräche habe es bis jetzt noch nicht gegeben, sagt Schwaab am Abend in Lagos. "Das Ganze sehe ich aber entspannt. Ich werde mir das sicher anhören, aber ich bin nach allen Seiten hin offen."

Zwei seiner Teamkollegen, die dem Jahr 2012 wohl auch keine Träne nachweinen werden, sind Sidney Sam und Michal Kadlec. Sam startete vor genau einem Jahr in Lagos mit einem Muskelfaserriss, der sich bei seinem Comeback im Februar zum Muskelbündelriss auswuchs. Auch in der Hinrunde der aktuellen Saison stoppten ihn zwei Muskelverletzungen. Der Mann mit der besten Torquote nach Stefan Kießling gab medizinische Rätsel auf, kam im Kalenderjahr 2012 nur zwölfmal zum Einsatz, dabei aber nie über 90 Minuten. Kadlec seinerseits bekam zuerst im April von Kölner Hooligans die Nase gebrochen, dann stoppte ihn im Oktober in Wien ein Innenbandanriss im linken Knie. An der Algarve soll er nun wieder ans Mannschaftstraining herangeführt werden – und das Seuchenjahr 2012 schnell und weit hinter sich lassen.

Quelle: RP
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