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Bayer Leverkusen
4:0 gegen Levante bedeutet ersten Testspiel-Erfolg

Fotos: Bayer schlägt Levante deutlich
Fotos: Bayer schlägt Levante deutlich FOTO: dpa, mb hak
Bergisch Gladbach. Bayer Leverkusen hat in seinem fünften Test den ersten Sieg gefeiert. Gegen den spanischen Erstligisten UD Levante gewann die Mannschaft von Roger Schmidt nach Toren von Stefan Kießling, Hakan Calhanoglu, Karim Bellarabi und Sebastian Boenisch mit 4:0. 

Roger Schmidt zählt zu den Trainern, die Testspielergebnissen nicht allzu viel Bedeutung beimessen. Dass die Leverkusener bis zum Mittwochabend noch keinen Sieg in der Saisonvorbereitung einfahren konnten, hatte beim 48-Jährigen nicht für Beunruhigung gesorgt. Dass der 4:0 (2:0)-Erfolg, der erste im fünften Anlauf, gegen den spanischen Erstligisten UD Levante aber dennoch gut für die Stimmung war, wollte er nicht verneinen.

"Natürlich freuen wir uns, dass wir auch mal gewonnen haben", sagte Schmidt. "Uns war es wichtig, ein gutes Spiel abzuliefern, um weitere Erkenntnisse zu sammeln. Die Mannschaft hat das gut gemacht." Der Trainer schickte eine Startformation aufs Feld, die wohl auch den Pflichtspielauftakt im DFB-Pokal gegen den Regionalligisten Sportfreunde Lotte bestreiten wird. Die Viererkette bildeten Roberto Hilbert, Ömer Toprak, Kyriakos Papadopoulos und Wendell, davor spielten Christoph Kramer und Lars Bender, im Mittelfeld Son, Calhanoglu und Bellarabi, in der Spitze wirbelte Stefan Kießling.

Der 31-Jährige zählte gestern Abend in der Belkaw-Arena vor 2353 Zuschauern und unter den Augen von Ex-Kapitän Simon Rolfes sowie Ex-Trainer Sami Hyypiä zu den Aktivposten der Leverkusener. Die begannen spielfreudig, kombinierten gegen eine sehr defensiv ausgerichtete Gäste-Mannschaft flott nach vorne und versuchten, die wenigen Räume zu nutzen, die Levante ihnen bot, das bei gegnerischem Ballbesitz mit einer Fünferkette verteidigte.

Kießling war es auch, der Bayer 04 nach neun Minuten in Führung brachte. Der ebenso auffällige Karim Bellarabi lieferte eine mustergültige Vorlage auf den Stürmer, der keine Mühe hatte, das 1:0 zu köpfen. Hakan Calhanoglu erhöhte vor der Pause noch auf 2:0 (39.). Der Mittelfeldspieler erlief einen ungenauen Rückpass der Spanier und vollstreckte zur verdienten Pausenführung.

Nach knapp 30 Minuten drohte der Partie dann ein vorzeitiges Ende. Nach einem rüden Foulspiel an Roberto Hilbert kam es zur Rudelbildung, nahezu alle Spieler beider Mannschaften waren beteiligt. Levantes Kapitän Juanfran beschwerte sich dabei so energisch beim Schiedsrichter, dass er die Rote Karte sah. Es sah während der fünfminütigen Unterbrechung sogar so aus, als wolle er sein Team dazu animieren, den Platz zu verlassen. Der Unparteiische Sascha Stegemann richtete anschließend mahnende Worte auch an die Trainer und kündigte an, die Partie notfalls abzubrechen.

Die Spanier behielten ihre harte Gangart zwar auch in der Folge bei, die Partie konnte allerdings weiterlaufen. Roger Schmidt wechselte im Laufe der zweiten Halbzeit nahezu die gesamte Mannschaft aus. Zunächst brachte er Jonathan Tah für Papadopoulos und Linksverteidiger Sebastian Boenisch für Wendell. Der 28-Jährige fügte sich sofort gut ins Spiel ein. Zuerst bediente er Bellarabi mit einer Flanke zu dessen 3:0 (48.), eine Viertelstunde vor Schluss markierte er den vierten Leverkusener Treffer selbst, als er nach einem Freistoß von Admir Mehmedi aus kurzer Distanz abzog. Die in der Offensive harmlosen Spanier hatten durch den Ex-Kölner Deyverson, der in der zweiten Halbzeit eingewechselt wurde, ihre erste gefährliche Chance.

Sportdirektor Rudi Völler bestätigte am Rande des Spiels, dass sich Bayer 04 weiter um die Verpflichtung von Charles Aránguiz bemüht. Der Stand ist indes unverändert. "Wir arbeiten weiter dran, und sind verhalten optimistisch, dass wir das hinkriegen. Aber es ist noch nicht durch und kann sicher noch ein paar Tage dauern", sagte Völler, der noch einmal bekräftigte, dass Aránguiz der Wunschkandidat im Mittelfeld ist.

Nach Informationen unserer Redaktion ist sich die Werkself mit dem Spieler bereits über einen Wechsel nach Leverkusen einig. Dessen Verein, Internacional Porto Alegre feilscht allerdings noch über die Ablösesumme. Auch der englische Klub Leicester City und Olympique Marseille aus Frankreich signalisierten Interesse am Chilenen.

Abkühlung für den Gegner:

(Stefanie Sandmeier)
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