| 18.32 Uhr

Bayer Leverkusen
Blamieren oder kassieren in Weißrussland

Borissow - Leverkusen
Borissow - Leverkusen FOTO: dpa, tz mr
Leverkusen. Alles oder nichts? Oder vielleicht doch ein bisschen? Leverkusens Profis stiegen mit der bangen Frage in ihren Flieger nach Weißrussland, was sie nach diesem Champions-League-Spiel bei Bate Borissow heute Abend (18 Uhr MEZ/Live-Ticker) wohl in den Händen halten würden. Von Stefanie Sandmeier

Tatsächlich entscheidet diese Partie beim vermeintlichen Außenseiter der Gruppe darüber, ob sich der Werksklub weiterhin Hoffnung auf das Achtelfinale machen darf, oder womöglich als Gruppenvierter nicht einmal mehr die Berechtigung für die Europa League hat. Das Ziel ist klar: Wenn Bayer auch über die Vorrunde hinaus im Millionenspiel Königsklasse mitmischen will - und das war das Minimalziel - dann muss ein Sieg her. Eine Niederlage wäre vor dem abschließenden Duell mit dem FC Barcelona (9. Dezember) wohl gleichbedeutend mit dem Abschied von Europas Bühne.

Nach den bislang durchwachsenen Saisonauftritten überwiegt die Zuversicht, dass der 3:1-Erfolg in Frankfurt die Wende eingeleitet hat. "Es war ein wertvolles Spiel für uns nach zuvor drei Niederlagen und wird nachwirken, uns Selbstvertrauen geben", glaubt Trainer Roger Schmidt. Rudi Völler warnte indes vor zu großer Euphorie. "Alle schön ruhig bleiben. Das war nur der erste Sieg in einer schweren Woche."

Um genügend Vorbereitungszeit für die Liga-Partie am Sonntag gegen Schalke 04 zu haben, wird der Bayer-Tross unmittelbar nach dem Abpfiff in Weißrussland den Heimflug antreten. Dann, so die Hoffnung, mit der Option auf ein "Endspiel" gegen Barcelona. Das Hinspiel gegen die Weißrussen gewann Bayer mit 4:1. Beim Sieg über die Roma bewies der Gegner allerdings, dass im eigenen Stadion mit ihm zu rechnen ist. Die Tatsache, dass für den weißrussischen Meister die Saison seit zwei Wochen beendet ist, könnte ein Vorteil für die Leverkusener sein, die ihre Reise ohne Stefan Kießling (Virusinfektion) antraten und die zudem ein Problem im Abwehrzentrum haben.

Ömer Toprak und Kyriakos Papadopoulos sind gesperrt, Tin Jedvaj und Lars Bender nach wie vor verletzt. So rückt wohl der Brasilianer André Ramalho in die Innenverteidigung. Dem fehlt es mit nur 217 Minuten aber an Spielpraxis. Darüber klagen wollte Schmidt nicht. "Unser Traum ist das Achtelfinale. Mit zwei Siegen würden wir es sicher schaffen. Deshalb fahren wir nach Borissow, um Maximales zu holen."

Die Aufstellungen: 

Borissow: 16 Tschernik - 15 Schawtschernik, 33 Poljakow, 19 Milunovic, 25 Mladenovic - 8 Alexander Wolodko, 5 Jablonski, 81 Hleb - 17 Rios, 62 Gordeitschuk - 18 Mosolewski

Leverkusen: 1 Leno - 26 Donati, 4 Tah, 2 Ramalho, 18 Wendell - 23 Kramer, 44 Kampl - 38 Bellarabi, 10 Calhanoglu, 14 Mehmedi - 7 Hernandez

Schiedsrichter: Clement Turpin (Frankreich)

Zuschauer: 13.000 (ausverkauft)

Quelle: RP
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