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Bayer Leverkusen
Aránguiz vielleicht schon bald in Leverkusen?

Bayer 04 Leverkusen: Bei Charles Aranguiz kann es jetzt schnell gehen
Begehrter Mittelfeldspieler: Charles Aránguiz (in Rot) wird von vielen und zum Teil finanzstarken Vereinen umworben. FOTO: afp
Langenfeld. Es könnte jetzt sehr schnell gehen: Nach dem Aus des Chilenen mit Internacional Porto Alegre bei der Copa Libertadores könnte Bewegung in den Transfer des 26-Jährigen kommen, den Bayer 04 unbedingt verpflichten möchte. Von Stefanie Sandmeier Berichtet Aus Zell Am See

Offiziell wird es niemand so deutlich sagen wollen, aber insgeheim dürfte bei den Verantwortlichen von Bayer 04 die Hoffnung groß gewesen sein, dass Charles Aránguiz mit seinem Team Internacional Porto Alegre das Finale der Copa Libertadores nicht erreicht. Tatsächlich unterlag das brasilianische Team in der Nacht zu gestern dem mexikanischen Erstligisten Tigres UANL mit 1:3 und schied damit nach Hin-und Rückspiel beim südamerikanischen Gegenstück der Champions League aus.

Das eröffnet Bayer 04 nun die Chancen, den Transfer des Chilenen womöglich zeitnah unter Dach und Fach zu bringen. Der 26-Jährige hat nach der Copa America und der Copa Libertadores nun keine sportlichen Verpflichtungen mehr und wäre gegen eine Ablöse frei für einen Wechsel. Den will sich sein Verein aber entsprechend bezahlen lassen, dem eine Reihe von Angeboten für den spielstarken Mittelfeldspieler vorliegen. Dem Vernehmen nach einige, die weit über dem liegen, was Bayer 04 bereit wäre, für den 26-Jährigen zu bezahlen.

Nun ist Geld aber nicht immer das alleinige und ausschlaggebende Kriterium. Dem Vernehmen nach soll Aránguiz bereits signalisiert haben, dass er seine Zukunft in Leverkusen sieht. Daran soll auch der ehemalige Leverkusener Arturo Vidal seinen Anteil haben. Der hatte bekanntermaßen eine erfolgreiche Zeit unterm Bayer-Kreuz. Als hierzulande unbekannten Spieler holte ihn Manager Jonas Boldt 2007 in die Bundesliga. Als gereifter Profi mit Weltklasse-Format verließ er 2011 Bayer 04 für 10,5 Millionen Euro Richtung Turin.

Dass Vidal und Aránguiz den gleichen Berater haben, ist ebenfalls nicht unwichtig. Vidal, zudem auch Nationalmannschafts-Kollege von Aránguiz, soll Bayer Leverkusen jedenfalls auf kurzem Dienstweg wärmstens empfohlen haben als ein Verein, bei dem sich junge Spieler auf hohem Niveau weiterentwickeln können. Immerhin: Der Werksklub punktet mit der Aussicht auf eine Teilnahme an der Champions League. Entscheidend wird nun sein, sich mit Porto Alegre einig zu werden, wo Aránguiz noch zweieinhalb Jahre Vertrag hat. Gibt der Klub grünes Licht, könnte der Transfer schnell über die Bühne gehen. Offiziell gibt es von Seiten der Leverkusener keine Angaben. Zu schmerzhaft war die Erfahrung im Transferpoker um den Griechen Sokratis, als Bayer 04 erfahren mussten, wie es ist, sich zu früh zu sicher zu sein. Der Wechsel platzte in letzter Sekunde. Insofern herrscht Zurückhaltung in den Aussagen. Geschäftsführer Michael Schade betonte aber mehrfach, "dass wir um Aranguiz kämpfen - und zwar mit Hochdruck".

Jonas Boldt war letztmalig am vergangenen Wochenende nach Brasilien gereist, um die Chancen von Bayer 04 im Fall Aránguiz auszuloten (die RP berichtete). Womöglich hat er dort den entscheidenden Vorstoß tätigen können.

Quelle: RP
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