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Bayer Leverkusen
Benjamin Henrichs - Eigengewächs mit Perspektive

Bayer 04 Leverkusen: Benjamin Henrichs ist ein Eigengewächs mit Perspektive
Benjamin Henrichs im Spiel gegen Ingolstadt. FOTO: afp
Leverkusen. Karim Bellarabi, Julian Brandt und Bernd Leno - im Moment genießen vor allem drei Namen aus dem Kader von Bayer 04 große Aufmerksamkeit. Sie sind Teil des vorläufigen EM-Kaders von Bundestrainer Joachim Löw. Aber es gibt mindestens noch eine weitere interessante Personalie in der Werkself: Benjamin Henrichs. Von Dorian Audersch

Der 19-Jährige hat in der abgelaufenen Saison auf Wunsch seines Trainers Roger Schmidt nicht nur eine wundersame Wandlung vom Mittelfeldspieler zum beidseitigen Außenverteidiger vollzogen, sondern ist auch auf dem besten Weg, sich vom A-Jugendlichen zum gestandenen Fußballprofi zu entwickeln. Neun Spiele, davon fünf über 90 Minuten sind der statistische Beleg für die neue Rolle des Eigengewächses.

Er ist sicherlich auch ein Profiteur der Verletztenmisere, die Bayer 04 vor allem im letzten Drittel der Saison heimsuchte. Vor allem in der Defensive taten sich oft Lücken auf - insbesondere auf der wichtigen Position der Außenverteidiger. Henrichs kommt dabei zugute, dass er rechts wie links spielen kann. Bereits im Wintertrainingslager in Florida begann Roger Schmidt damit, den 19-Jährigen entsprechend umzuschulen. Vorab suchte der Trainer ein vorbereitendes Gespräch mit Henrichs. Er selbst sieht seine rasante Entwicklung ziemlich nüchtern: "Ich freue mich, dass ich so oft spielen durfte. Druck war eigentlich nicht vorhanden. Ich habe es einfach genossen." Auch wenn sich viel verändert habe in seinem Leben, sei er im Endeffekt immer noch der gleiche Mensch. "Im Training muss ich die Bälle immer noch selbst holen", sagt er und lacht.

Der große Unterschied zwischen A-Jugend und Profis? "Vor allem körperlich ist das ein ganz anderes Level. Man gewöhnt sich aber von Spiel zu Spiel besser daran." Auch im Training sei vieles anders - vor allem mit Blick auf das "extreme Pressing" und die defensiven Aufgaben. "Ich werde mich immer weiter in diese Position hineinversetzen und mehr Videomaterial anschauen." Sebastian Boenisch hat den Verein verlassen. Von Roberto Hilbert weiß man nicht, wie lange er ausfällt. Henrichs geht davon aus, auch in der kommenden Saison als Außenverteidiger gefragt zu sein. Die Position im Team sei aber sekundär. Sein Credo: "Hauptsache spielen."

Quelle: RP
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